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Zeit für Perlen

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Ganz unbemerkt ist auch der dritte kq-Jahrestag ins Land gegangen. Den letzten Eintrag habe ich ja noch im Winter-Urlaub verfasst, uijuijui. Mittlerweile sind Spätwinter und Frühling verflogen – und an beide kann frau sich kaum noch erinnern. Obwohl – es war doch allerhand los! Ich habe Fenster geputzt (!!!), wir waren (mit dem RöRi) im Spreewald, auf Osterwanderung in der Uckermark (diesmal ohne anschließende schlimme Hacke), in Sellin, im Till-Brönner-Konzert, auf Pfingst-Kurzurlaub in Lauenburg, natürlich mehrfach bei der Chefin und mit ihr im Babelsberger Park, bei den Schwiegis, Floß fahren, Draisine fahren, 2x im Kino, auf Stadtspaziergang, frühstücken im „Paulines“, im „Anna Blume“, im „Kuchenrausch“, (mit dem RöRi, der kleenen und Schatz) im „Datscha“, icke mit Icke in Potsdam und und und… Auch auf dem Balkon steht alles in voller Blüte. Mein Malvenflüsterer hat ganze Arbeit geleistet! Dahlien in rot, gelb und weiß, Ringelblumen, Malven in rosa und violett, Ringelblumen, Tagetes einfach, Tagetes gefüllt, natürlich Geranien. Und dieses Jahr wird es auch etwas zum Ernten geben, denn die Tomaten sind schon dick und rund und müssen nur noch erröten. Lange kann das nicht mehr dauern!

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Schon rot geworden sind (allerdings nicht bei uns auf dem Balkon) wie jedes Jahr gewisse Perlen, die in weiß, rot oder schwarz an gewissen Sträuchern reifen. Johannisbeeren! Der Johannisbeer-Verarbeitung in Größenordungen verweigere ich mich allerdings in diesem Jahr – so viele Vorräte noch im Schrank! Da ist Einkochpause angesagt. Was natürlich immer geht, ist eine Johannisbeer-Leckerei für den Samstags-Sonntags-Kaffeetisch. Nicht, dass ich von allein drauf gekommen wäre – zum Glück besitzt frau ja ein bis zwei Backbücher, die befragt werden können. Eine Anregung in Sachen der fruchtigen Perlen fand sich bei „Vitale Landbäckerei – Vollwertiges aus dem Fläming“.  Sieht jut aus. Back‘ ich!

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JOHANNISBEER-TORTE

250g Dinkelmehl (630er)

50g gemahlene Mandeln

1 Prise Salz

150g Butter

1 Ei

70g Honig

Die Butter mit dem Honig und dem Ei schaumig schlagen. Mehl und Salz mischen, in die Schüssel sieben und zusammen mit den Mandeln unterrühren/ -kneten. Den Teig in eine gefettete und bemehlte Springform drücken und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend mehrfach mit einer Gabel pieken und im auf 175°C vorgeheizten Herd ca. 20-25 Minuten backen.  Auskühlen lassen und den Tortenboden auf eine Tortenplatte legen. Das kann alles prima einen Tag vor der Torten-Vollendung erledigt werden.

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1 Becher Quark (40% Fettgehalt)

50 g Butter

1 TL Puderzucker

1 Glas schwarze Johannisbeeren

400g rote Johannisbeeren

Den Quark – am besten über Nacht – auf einem Sieb abtropfen lassen. Die roten Johannisbeeren waschen und abpolken. Sowohl die frischen Beeren als auch die aus dem Glas gut abtropfen lassen, bei letzteren natürlich den Saft auffangen.

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Butter, 125g von dem abgetropften Quark (Rest verschnabulieren) und Puderzucker schaumig rühren, auf den Tortenboden streichen. Die Beeren auf der Creme verteilen und die Torte kalt stellen.

1/4 l Johannisbeersaft aus dem Glas

1 leicht gehäufter TL Agar Agar

1 EL Honig

ein Spritzer Zitronensaft

Einen Tortenring um den Kuchen legen. Alle Zutaten für den Guss in einem Töpfchen vermischen und aufkochen. Dann in Portiönchen über die Früchte geben. Ich habe im Wechsel ein paar Esslöffel des Gusses auf der Torte verteilt und diese dann für drei bis vier Minuten in den Kühlschrank gestellt solange, bis der Guss aufgebraucht war. Den Guss solange auf der noch warmen, aber nicht mehr heißen Herdplatte flüssig halten.

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Und ab mit der Torte in den Kühlschrank! Die Kaffeezeit kann gar nicht schnell genug kommen. Milchschaum schlagen, Kaffee aufgießen. Torte aufschneiden. Wehmütig darüber nachdenken, dass Sahne jetzt… neiiin, die wäre zu verwerflich.  Das erste Stück aufgabeln. Sommer auf dem Teller… lecker!!!

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Skiftende vær – skiftende Pancake

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Mittlerweile haben wir „Ha det, Lauklines“ gerufen und sind im „Sommarøy Arctic Hotel“ eingeflogen.  Hier werden  neben Hotelzimmern auch Ferienwohnungen vermietet, und eine davon haben wir uns unter den Winterurlaubsnagel gerissen. Gegenüber der Gemütlichkeit von ‚Lauklines‘ wirkt die FeWo Nr. 39 eher kühl-nüchtern, aber es lässt sich auch hier prima schlafen und Kaffee trinken. Beides besonders im Urlaub sehr, sehr wichtig! Wenn es das Wetter zulässt, kann frau z. B. auch schön an den Strand gehen und rüber nach Senja kiekern. Aber eben… das Wetter.

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Es stürmt, es regnet, es schneit, es graupelt – und zwar in unglaublichem Wechsel. Interessant, wie bei Böen der Windstärke 9 der Stuhl unterm Hintern bebt und das Wasser im Glas leichte Dünung entwickelt. Puh! Für heute bedroht uns der norwegische Wetterdienst mit „liten storm“, d. h. mit einem lauen Lüftchen der Windstärke 9. Das Erste nach dem Aufstehen ist daher das Abrufen des Wetterberichtes. Und siehe da – aus dem Stürmchen ist eine erträgliche Windstärke 7 geworden. Mal sehen, ob sich das Wetter heute Nacht daran erinnert! Vielleicht wird uns ja nochmals ein sternenklarer Himmel spendiert (kann ich mir im Moment allerdings nicht vorstellen – es peitscht Schneeschauer auf Schneeschauer an die Terrassentür) als Kulisse für Nordlicht? Vergangenen Samstag ließ sich bereits das eine oder andere Flacker-Foto „schießen“… Geduld! Morgen sind wir schlauer.

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Immerhin: Der heutige Montag verwöhnt uns zwischen Schneetreiben und scharfem Wind mit den tollsten Lichtstimmungen über türkisfarbenem Meer und verschneiten Bergen. Davor spektakeln die Möwen – so ein Getöse veranstaltet die deutsche Möwe nur, wenn ein Fischbrötchen aus Touristenhand am Alten Strom als Beute in Aussicht steht!!! Nach einem heftigen Schneeschauer sind Jacken, Mützen, Wimpern und Augenbrauen weiß. Am zeitigen Nachmittag streben wir erstmal unserer  Butze zu, um uns aufzuwärmen und Kaffee zu trinken. So wechselhaft das Wetter – so wechselhaft das Geschehen in der Pfanne! Jaaa… na gut, schon wieder Pancakes. Aber andere!!!

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APPLE-CARROT-OATMEAL-PANCAKES

Da ich hier auch keinen Messbecher mehr habe (den gab es bei ‚Lauklines‘ noch…), habe ich die Zutaten nicht abgemessen, sondern abgelöffelt.

250 – 300 ml Milch (1 Kaffeepott voll halt)

1 EL Joghurt

5 leicht gehäufte EL feine Haferflocken

2 leicht gehäufte EL geschroteter Leinsamen

Diese Zutaten verrühren, zum Quellen in den Kühlschrank stellen und fotografieren gehen. Oder auch nicht. Auf jeden Fall kann die Mischung schon 2-3 Stunden vor dem Backen angerührt werden.

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14 leicht gehäufte EL Mehl

1 Prise Salz

1 leicht gehäufter EL Zucker

ordentlich Zimt und Kardamom

1 gestrichener TL Natron

Alles bis auf das Natron gut mischen, einen Esslöffel davon abnehmen und hierzu das Natron geben.

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1 Apfel (Granny Smith)

1 kleine Karotte

Beides schälen und fein reiben. Grundsätzlich ist natürlich gegen die Schale am Apfel nichts einzuwenden; die reibt sich aber sehr schlecht mit! Den geriebenen Apfel leicht ausdrücken und den Saft anderweitig verwenden (z. B. trinken…). Schließlich alle Zutaten (bis auf das Natron-Mehl) verrühren, noch

1 Ei

dazugeben und alles 10 Minuten quellen lassen, dann das Natron-Mehl unterrühren. Scheint der Teig zu fest, einen kleinen Schwupps Milch zugeben. Neutrales Öl in einer großen Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Teig pro Pancake hineingeben.

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Der Teig reicht für 20 leckere Plattenhoppser, die wir uns wie immer mit Joghurt, Konfitüre oder nur Zimtzucker schmecken und von denen wir genau zwei Stück übrig lassen.

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Derart gestärkt… geht es endlich zum Fotografieren!!!

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Vive la Chefin

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Kaum zu glauben, dass das schon wieder zwei Wochen her ist: Heimfahrt-Wochenende! Ein Wochenende im Heimatstädtchen bei der lieben Chefin steht an. Ich freue mich. Ich nehme wie fast immer einen freien Freitag, denn so ein Wochenende ist doch empfindlich kurz. Ich werde wie immer am Bahnhof in Empfang genommen. In der Chefinnen-Küche ist, wie immer, der Frühstückstisch gedeckt, noch kurz den Kaffee aufbrühen und… aaaah… Wochenende! Wir lassen uns Brötchen und Croissant schmecken, verkosten gegenseitig die  neuesten Marmelade-Kreationen wie z. B. Quitte-Mango mit Ingwer, und tratschen los.

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Ansonsten werde ich mit einem großen Korb voller Walnüsse überrascht, mit leckeren Nugat-Prallis (die ich mir selbst nicht leiste – zu gefährlich!) und kuscheligem Eulenzuwachs für die heimische Sofa-Ecke. Im Gegenzug drapiere ich Kostproben der überneulichen Kürbiskochauswüchse auf dem Couch-Tisch, außerdem neue Cookies (Lakritz-Cranberry) und Marc-de-Champagne-Trüffel, die im Heimatstädtchen nicht mehr erworben werden können, seit der Supermarkt, der all die schönen Sachen bietet, erst die Förderung für das Eröffnen kassiert und dann nach einigen Jahren wieder geschlossen hat und nun leersteht.

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Nach dem Frühstück spazieren wir eine Runde durch das Städtchen, und wie immer trifft die Chefin jemanden zum Parlieren. Bei  „Frau Pusteblume“ kaufe ich einen herbstlichen Blumenstrauß, ganz in violett: Rosen, Dahlien, Chrysanthemen, dazu einige Gräser. Mir gefällt er, der Chefin auch. Na bitte!

 

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Das Café unseres Vertrauens hat leider urlaubsbedingt geschlossen, so dass wir für den Nachmittag beim Bäcker vorsorgen müssen und uns mit Mohnkuchen und Seezungen eindecken. Allerdings nur für den Freitagnachmittag. Denn für den Samstags- und Sonntagskaffee wird selbst gebacken. Logo! Weil die Chefin soooo fleißig soooo wunderbare Äpfel aufgesammelt hat, wäre es doch sträflicher Leichtsinn, nicht soooo leckeren Apfelkuchen zu backen.  (Am Samstag spazieren wir übrigens zu dritt wie von Zauberhand an dem bewussten Apfelbaum vorbei und sammeln… und sammeln… und futtern gleich vom Baum… es ist herrlich! Ein Körbchen mit Apfelberg nehmen wir am Sonntag mit nach Hause.)  

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Zwei Rezepte hab ich dabei; es wird ein Apfelkuchen aus „Vollwertbäckerei aus dem Fläming“ (allerdings leicht abgewandelt): Saftig und aromatisch – ein Gedicht.

APFELKUCHEN MIT ZIMTGUSS

Boden:

80 g Honig

80 g Butter

1 Ei

1 Prise Salz

200 g Weizenmehl

2 TL Backpulver

50 g gemahlene Haselnüsse

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Die Zutaten für den Boden zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig gleichmäßig ausrollen und in die Form legen, dabei einen Rand hochziehen (vielleicht 2 cm). Herd auf 180°C vorheizen.

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Füllung:

500 g würzige Äpfel

Saft zweier Zitronen

100 g getrocknete Cranberries, mindestens 1 Std. in Calvados eingeweicht

1 TL brauner Zucker

1-2 TL Stärkemehl

Die Äpfel grob reiben, sofort mit dem Zitronensaft vermischen. Überschüssigen Zitronensaft ggf. abgießen (und dann z. B. mit Wasser auffüllen und trinken). Die Cranberries zugeben, zum Schluss den mit dem Stärkemehl vermischten Zucker zugeben.

Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und alles 15 Minuten backen.

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Guss:

2 Eier (getrennt)

80 g Honig

200 g saure Sahne

1 TL gemahlener Zimt

Eigelbe und Honig schaumig rühren, die saure Sahne dazugeben und alles vermischen, dann den Zimt per Schneebesen unterrühren. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und den Eischnee unter den Guss heben, den Guss nach Ablauf der 15 Minuten auf der Apfelmasse verteilen. Weitere 20 Minuten backen lassen. Während der Backzeit Vorfreude entwickeln – denn der Kuchen duftet aufgrund des Honigs in Teig und Guss wirklich phantastisch!

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Auskühlen lassen und dann auf eine Tortenplatte heben. Endlich wieder eine Kerze auf den Kaffeetisch stellen, Milchkaffee bereiten. Liebe Menschen zum gemütlichen Kaffeetrinken um den Tisch platzieren und einfach nur genießen.

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Høsten kommer…

Der Herbst kommt! Aber das ist ja nun mit Beginn des Septembers nicht verwunderlich. Frau hat da so ihre Erfahrungen… es ist tatsächlich jedes Jahr so! Ein schöner Sommer liegt hinter uns. Mit langen und kurzen Radausflügen. Frühstücken im Freien. Herrlicher Balkonblüte.

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Terrassen-Kaffee im Heimatstädtchen. Besuch bei den Schwiegis per Rad. Sommer auf der Leih-LPG.

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Einem Kurzurlaub im mittelhohen Norden.

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Und der Frühherbst präsentiert sich als Spätsommer vom Feinsten. Die Sonne lacht und lockt! Den Samstag verbringen wir doch tatsächlich an der Ostsee. Auch wenn der Zug dermaßen überfüllt ist, dass ich bis nach Warnemünde stehen muss und daher am Ziel der Reise bestimmt 10 cm kleiner bin, verbringen wir anschließend wunderbare Stunden an der See. Wir erholen und  stärken uns zunächst in der „Konditorei Röntgen“ mit Käffchen, Milchreis und Apfeltorte.

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Anschließend geht es natürlich ans Wasser! Schuhe aus und Strandspaziergang… obwohl wir beileibe nicht allein sind, genießen wir voll und ganz das Meeresrauschen; wir beobachten Möwe & Co. und ich finde sogar einen winzigen Hühnergott.

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Nach ca. einer Stunde werfen wir erst unsere Handtücher und dann uns selbst in den Sand und huschen sogar ins Wasser. Aber ich mag keine Quallen… iiiieh! Bin ganz schnell wieder draußen. Langsam schlendern wir wieder Richtung Teepott. Und? „Konditorei Röntgen“ zum Zweiten! Rhabarber-Baiser und Blaubeer-Tortelett müssen dran glauben. Hmmm.

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Doch leider, leider müssen wir so langsam dem Bahnhof zustreben, wenn wir nicht nach Mitternacht nach Haus kommen wollen. Schnell noch ein Fischbrötchen für die Reiseleitung und ab! Gegen 20 Uhr schließen wir die Wohnungstür auf und sind ziemlich knülle. Ich penne vor der Röhre ein, auwei. Sonntag wird ausgeschlafen! Und so geschieht es. Damit wir nicht aus der Kaffeehaus-Übung kommen, frühstücken wir im „KaffeeRaum“ und krönen selbiges mit einem Stück Peanutbutter-Cheesecake. Das wird natürlich geteilt… denn das kann eine(r) allein nicht schaffen (außer vielleicht Icke?). Lecka lecka lecka!

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Wir spazieren noch ein Stündchen, bevor wir in die Bahn nach Hause krabbeln.

Und was war in den vergangenen Wochen in der Küche so los? Pflaumen-Curd. Pflaumen-Marmelade. Pflaumen-Chutney. Pflaumen-Brot. Grießpudding-Pflaumen-Kuchen.

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Sonntag wurde diese Pflaumerei durchbrochen: Blueberry-Pancakes! An die Zeit vor den Pflaumen kann sich kaum noch jemand erinnern… ach doch! Leih-LPG! Apfelmus. Apfelschalentee. Apfelmuffins. Apfelschnecken. Hmmmm:

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APFEL-SCHNECKEN

Für den Teig:

50 g Butter

200 ml Milch

1 x Trockenhefe

50 g Zucker

1 Prise Salz

420 g Mehl

frisch gemörserter Kardamom

Für die Füllung:

75 g zimmerwarme Butter

75 g Zucker

Vanillezucker

3/4 Essl. Zimt

30 g Kokosraspel

2-3 Essl. Äpfel, grob gerieben

 

Für den Teig die trockenen Zutaten mischen. Milch leicht erwärmen, Butter schmelzen. Alles zu einem glatten Teig verkneten, abdecken und zu doppelter Größe aufgehen lassen.

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Alle Zutaten für die Füllung verrühren.

 

Den Teig auf bemehlter Fläche durchkneten, dann 1/2 cm dick zu einem großen Rechteck ausrollen. Die Füllung darauf verstreichen und von der Längsseite her aufrollen.

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In 15 gleich breite Stücke schneiden. Diese in eine gefettete, bemehlte Auflaufform (20 x 30 cm) setzten, nochmals ca. 40 Minuten gehen lassen. Herd auf 190°C vorheizen. Die Schnecken mitverquirltem Ei bestreichen und nach Belieben mit Kokosraspeln bestreuen. Backen, bis die Schnecken goldgelb sind. Stäbchenprobe machen. Aus dem Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm schmecken sie am besten!

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Vorwiegend flockig

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Wir waren an der Ostsee! Vergangenes Wochenende. Und wir fahren an die Ostsee! Nächstes Wochenende. Vergangene Woche sind wir zu Gast in Alt Reddevitz bei unseren Urlaubern Icke und dem Klempner unseres Vertrauens.  Zum Glück ist da das letzte Schneetreiben der Saison bereits vorüber. Aber der Wind pfeift uns noch ganz schön um die Ohren. Trotzdem verbringen wir einen aktiven Wandersamstag, der von turmhohen Tortenkeilen im „moccavino“ gekrönt wird.

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Die können wir sogar auf der Terrasse des Cafés genießen! Am ersten Abend stoßen wir auf den zurückliegenden Klempnergeburtstag an. Wir werden jeden Morgen mit einem reichlich gedeckten Frühstückstisch verwöhnt. Samstagabend gibt es leckerste Gemüsequiche. Am Sonntag dann das schönste Wetter – leider heißt es da schon wieder: Abreise…

Aber nächstes Wochenende geht es erneut an die See, nach Binz! Wir hoffen, dass das Wetter durchhält. Denn momentan ist es herrlich. Der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite. Die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel, an jeder Ecke duftet es nach Flieder…

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Eigentlich wollen wir das tolle Wetter nutzen für eine Tagestour nach Wittenberg. Als wir – mit Kaffeebechern und Baguette ausgerüstet – am Bahnsteig erscheinen, flimmert ein cooler Spruch über die Anzeigetafel: ZUG FÄLLT AUS! Na Klasse. Der nächste Zug in 2 Stunden… damit ist die Zeit für eine Tagestour zu knapp. Wir wollen das Ticket im DB-Service-Center zurückgeben, aber Fehlanzeige. Wir müssen ein Formular ausfüllen, eintüten, frankieren und mit der Schneckenpost versenden. Ja ja, per PC ginge es auch… aber während ein DB Online-Ticket-Kauf höchst willkommen ist, wird Online-Reklamation mit einer Bearbeitungsgebühr von ca. 17 EUR bestraft. Das ist vielleicht ein Sauladen!!! Wir düsen zurück nach Hause und gönnen uns erstmal jeder einen Joghurttraum im Café um die Ecke. Und anschließend Stachelbeer-Streusel-Kuchen mit Sahne. Ein Gedicht!

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Auch ohne Wittenberg-Tour (die wird nachgeholt) verbringen wir einen schönen Tag. Spazieren durch die Stadt. Lassen die Sonnenstrahlen auf der Nase tanzen. Genießen ein gemütliches Kaffeetrinken. Und für das Sonntagsfrühstück schiebe ich Altbewährtes in den Herd. Ich hab es schon probiert. Icke hat es uns vor einer Woche zum Frühstück gebacken. Und morgen verwöhnen wir uns schon wieder mit Flockengestöber. Aber nur in der Auflaufform. Haferflockengestöber! Hab ich über foodgawker bei joyfoodsunshine aufgestöbert!

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BLUEBERRY BAKED OATMEAL / RASPBERRY BAKED OATMEAL

150 g Haferflocken (oder gemischte Flocken: Hafer, Hirse, Dinkel…)

40 g gemahlene Mandeln

25 g Vollkornmehl (das Original-Rezept kommt allerdings ohne aus)

1 TL Backpulver

1/4 TL  Natron

1/2 TL Salz

1 1/2 TL Zimt

40 g Zucker

30 g Butter

480 ml Milch (Pflanze oder Kuh – nach Belieben)

65 g griechischer Joghurt (oder Vollmilch- Joghurt)

2 Eier

Vanille (nach Geschmack)

300 g gefrorene Blau- oder Him- oder gemischte Beeren

Zimtzucker

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Herd auf 175°C vorheizen. Eine 20 x 30 cm große Auflaufform fetten und mit Mehl ausstäuben. Flocken, gemahlene Mandeln, Backpulver, Mehl, Natron, Salz und Zimt mischen.

Butter in einem Topf schmelzen, vom Herd nehmen und mit Milch, Eiern, Vanille, Joghurt und Zucker gut verquirlen.

20160507_173445.jpgAlles zu den trockenen Zutaten geben und gut vermengen. Nicht wundern: es entsteht eine ziemliche Suppe! Selbige in die Form gießen, das Obst darauf verteilen und alles mit Zimtzucker bestreuen. Ab in den Herd! Und im Herd geschieht das Wunder: die Suppe wird fest! Unglaublich. Da bäckt ein wirklich leckerer Frühstückskuchen heran. Und das beste: am Abend zuvor zubereitet, muss ihm am Sonntag nur noch ein wenig Feuer unterm Hintern gemacht werden, damit er nicht gar so kalt daher kommt. Gar nicht erst mit Tee anfangen, nee: gleich einen Kaffi dazu. Das KANN nur ein guter Sonntag werden!!!

20160507_182258 20160506_121048.jpg  20160508_091321.jpg PS: Das Sonntagsfrühstück war ein lecker Träumchen. Der Gemahl hat sich gleich drei Stücke hintergehauen… 

Und nachher gehts in die Sonne. Habt einen traumhaften Sonntag!

Strafe muss sein

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Wer Sommer und Herbst dazu nutzt, Früchte aus Wald und Feld zu ernten oder einzusammeln, Quitten von der Chefin mit nach Hause schleppt, sich von ihr gar Quittenpakete (ja! tatsächlich!!!) schicken lässt oder Kollegen nötigt,  die überzählige Ernte an Kirschen, Äpfeln, Pflaumen, Johannisbeeren, Aroniabeeren, Pfirsichen… abzuliefern, der muss sich nicht wundern, dass sie oder er vor Erschöpfung irgendwann den Kochlöffel kaum noch halten kann und in Sachen Platz gar nichts mehr geht. Die Tür vom Vorratsschrank wölbt sich förmlich nach außen, so vollgestopft mit Marmelade- und Chutney-Gläsern ist alles. Jede gute Tat rächt sich eben!!! Und so ist jetzt nicht etwa Ruhe nach dem Sturm angesagt, sondern frau hat sich das Gehirn zu zermartern, wie die Vorräte nun auch verbraucht werden könnten. Verschenken ist prinzipell eine gute Idee… aber solche Mengen kann ich nicht in die Welt schleppen, da reichen meine Muckis nicht. Also muss etwas her, was sich zum Verbrauch der eingekochten kleinen Süßen bestens eignet, z. B.

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LINZER TORTE

200 g geriebene Mandeln

80 g Zucker (davon ein Teil Vanillezucker)

1 Prise Vanillesalz

120 g Dinkel-Vollkornmehl

120 g Mehl (550er)

Zimt und Nelken (gemahlen) nach Geschmack

180 g (Veggie) Butter

1 kleines Ei

etwas Cointreau

250 g aromatische Marmelade (z. B. Holunder oder Schlehe)

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Die Mandeln in einer trockenen Pfanne anrösten, bis sie duften. Aufpassen – sie werden fix braun! Dann mit Mehl, Zucker und Gewürzen mischen und in eine Schüssel geben. Butter und Ei dazu und alles zu einem Mürbeteig verkneten. Ist der zu trocken, bissken Cointreau rein. (Milch oder kaltes Wasser tun es aber auch). Falls der Teig saftig genug ist – ab mit dem Cointreau in die Bäckerin. Ist ausreichend Cointreau da, kann er ja in den Teig UND die Bäckerin gegossen werden, sozusagen parallel. Ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (also: den Teig natürlich).

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In der Zwischenzeit schon mal die quadratische Springform fetten und mit Mehl ausstäuben, außerdem versuchen, das Marmeladeglas zu öffnen. In meiner Erinnerung hab ich es doch gar nicht so fest zugedreht… so viel Kraft hab ich doch gar nicht! Offenbar aber doch. Ich muss dem Deckel auf die Sprünge helfen, bis er aufploppt.

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Hat der Teig genug gefroren, aus dem Kühlschrank befreien (frau weiß ja selbst wie es ist, wenn’s immer so frisch ist… nicht schön!) und ca. 2/3 in die Form drücken, dabei einen kleinen Rand formen. Den Herd schon mal auf 180°C vorheizen. Marmelade gleichmäßig darauf verstreichen. Den restlichen Tag ausrollen und entweder Streifen schneiden oder Plätzchen ausstechen, die dann auf der Marmelade drapiert werden. Alles wandert für 40 Minuten in die Röhre.

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Anschließend den Kuchen auskühlen lassen und wie immer noch abends das erste Stück gemeinsam verkosten. Ist nicht zu süß und schmeckt schon beinahe etwas adventlich. Wer eine nicht so aromatische Marmelade verwendet, kann selbige übrigens mit abgeriebener Zitronenschale oder frisch geriebenem Ingwer aufpeppen. Schmeckt supergut! Noch viel besser schmeckt dazu mit Sicherheit auch ein verträumtes Portiönchen Sahne… aber… na… ich erinnere mich gerade noch rechtzeitig, dass ich Sahne ja verabscheue. Wissen alle, die mich kennen. Bei uns gibt es daher nur die Linzer-Torte-Mager-Variante!

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Dieser Kuchen ist übrigens bestens für eine Kaffeetafel mit Gästen geeignet, weil er sich prima vorbereiten lässt und nach ein bis zwei Tagen erst so richtig gut schmeckt. Also schnell Gäste einladen und ausprobieren!

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Beinah völlig blau

Hallöle, der Herbst ist da! Und mit dem Herbst wird eine Welle von Geburtstagen herangespült: die Kollegin aus dem Nachbarbüro z. B. feiert ihren Jubeltag,

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in der Schweiz gibt es ein „Hoch soll er leben“, unsere Spandauerin schleicht sich ein Jahr näher an die Rente heran und auch in des Gemahls Büro gibt’s einen Börsdee zu feiern. Ich bin aufgefordert, für die Büro-Fete einen Kuchen zu backen. Das war lange nicht da, und so will ich mir natürlich besonders viel Mühe geben. Will mich/ uns ja nicht blamieren! Denke denke denke… erst tendiere ich dazu – weil das Team u. a. zwei Veganern Zuflucht gewährt – einen Veggie-Kürbis-Kuchen backen. Erfahre dann aber, dass 50% der Veggie-Fraktion abwesend sein wird. Ach so. Nööö. Dann doch nicht. Noch nie gemacht. Risiko des Nicht-Gelingens ist mir zu groß, und ich vertage die Veggie-Back-Aktion auf ein Wochenende, wo ich in Ruhe und erstmal nur für uns beide teste, wie so ein Kuchen ge- oder misslingt. Die Alternative? Blaubeerkuchen! Das Rezept habe ich aus einem „Lecker Bakery“-Heft von 2013 gefischt. Sieht gut aus. Klingt angemessen ungesund. MUSS schmecken!

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BLAUBEER-KOKOS-KUCHEN

400 g (Veggie-) Butter

250 g + 80 g Zucker

4 Eier

500 g Mehl

2 gestrichene TL Backpulver

1 Prise Salz

Saft von 3 Limetten

2 Gläser (je 720 ml) Blaubeeren

60 g Speisestärke

250 Kokosraspel

200 g Crème double

200 g Schmant

Ein tiefes Blech fetten und mit Mehl ausstäuben, den Herd auf 175°C (Umluft: 150°C) vorheizen.

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Butter und 250 g Zucker cremig rühren, nach und nach die Eier zugeben. Mehl, Salz und Backpulver mischen, über die Buttermasse sieben, unterrühren. Den Teig auf das Blech geben und glatt streichen/ drücken. Im vorgeheizten Herd 20 Minuten vorbacken.

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Von den Heidelbeeren soviel Saft abnehmen, dass die Stärke damit glatt gerührt werden kann. Die Heidelbeeren mit dem übrigen Saft und dem Limettensaft aufkochen, mit der Stärke binden und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Von der Herdplatte nehmen und etwas auskühlen lassen.

Kokosraspel, 80 g Zucker, Crème double und Schmant verrühren.

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Das Blech mit dem vorgebackenen Teig aus dem Herd nehmen, das Kompott darauf geben und verstreichen. Ich finde ja, dass das Rezept eine ziemlich große Menge Kompott vorschlägt. Wenn ihr meint, das Maß – ähm: der Teig ist voll, lieber nicht alles verwenden. Wer mutig ist, kippt alles drauf. Die Kokosmasse darüber verteilen. Das Blech wieder zurück in den Herd schieben und weitere 20 – 25 Minuten backen. Im Rezept stehen zwar nur weitere 15 Minuten, aber das hat bei mir keinesfalls gereicht! Einfach den Kuchen im Auge behalten und instinktiv im richtigen Augenblick aus dem Herd reißen.

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Auskühlen lassen und am nächsten Morgen den ca. 10.000 kcal traurig hinterher winken. Denn selbstredend darf der Kuchen nicht angeschnitten „ausgeliefert“ werden – wie sieht DAS denn aus!

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Aber: Juchu! Die Feiergemeinschaft schwächelt… und mit dem Blech reist ein schmaler Kuchenstreifen zurück in den Feierabend, zurück zu mir. Der morgige Frühstückskaffee ist gerettet!