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Zeit für Perlen

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Ganz unbemerkt ist auch der dritte kq-Jahrestag ins Land gegangen. Den letzten Eintrag habe ich ja noch im Winter-Urlaub verfasst, uijuijui. Mittlerweile sind Spätwinter und Frühling verflogen – und an beide kann frau sich kaum noch erinnern. Obwohl – es war doch allerhand los! Ich habe Fenster geputzt (!!!), wir waren (mit dem RöRi) im Spreewald, auf Osterwanderung in der Uckermark (diesmal ohne anschließende schlimme Hacke), in Sellin, im Till-Brönner-Konzert, auf Pfingst-Kurzurlaub in Lauenburg, natürlich mehrfach bei der Chefin und mit ihr im Babelsberger Park, bei den Schwiegis, Floß fahren, Draisine fahren, 2x im Kino, auf Stadtspaziergang, frühstücken im „Paulines“, im „Anna Blume“, im „Kuchenrausch“, (mit dem RöRi, der kleenen und Schatz) im „Datscha“, icke mit Icke in Potsdam und und und… Auch auf dem Balkon steht alles in voller Blüte. Mein Malvenflüsterer hat ganze Arbeit geleistet! Dahlien in rot, gelb und weiß, Ringelblumen, Malven in rosa und violett, Ringelblumen, Tagetes einfach, Tagetes gefüllt, natürlich Geranien. Und dieses Jahr wird es auch etwas zum Ernten geben, denn die Tomaten sind schon dick und rund und müssen nur noch erröten. Lange kann das nicht mehr dauern!

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Schon rot geworden sind (allerdings nicht bei uns auf dem Balkon) wie jedes Jahr gewisse Perlen, die in weiß, rot oder schwarz an gewissen Sträuchern reifen. Johannisbeeren! Der Johannisbeer-Verarbeitung in Größenordungen verweigere ich mich allerdings in diesem Jahr – so viele Vorräte noch im Schrank! Da ist Einkochpause angesagt. Was natürlich immer geht, ist eine Johannisbeer-Leckerei für den Samstags-Sonntags-Kaffeetisch. Nicht, dass ich von allein drauf gekommen wäre – zum Glück besitzt frau ja ein bis zwei Backbücher, die befragt werden können. Eine Anregung in Sachen der fruchtigen Perlen fand sich bei „Vitale Landbäckerei – Vollwertiges aus dem Fläming“.  Sieht jut aus. Back‘ ich!

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JOHANNISBEER-TORTE

250g Dinkelmehl (630er)

50g gemahlene Mandeln

1 Prise Salz

150g Butter

1 Ei

70g Honig

Die Butter mit dem Honig und dem Ei schaumig schlagen. Mehl und Salz mischen, in die Schüssel sieben und zusammen mit den Mandeln unterrühren/ -kneten. Den Teig in eine gefettete und bemehlte Springform drücken und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend mehrfach mit einer Gabel pieken und im auf 175°C vorgeheizten Herd ca. 20-25 Minuten backen.  Auskühlen lassen und den Tortenboden auf eine Tortenplatte legen. Das kann alles prima einen Tag vor der Torten-Vollendung erledigt werden.

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1 Becher Quark (40% Fettgehalt)

50 g Butter

1 TL Puderzucker

1 Glas schwarze Johannisbeeren

400g rote Johannisbeeren

Den Quark – am besten über Nacht – auf einem Sieb abtropfen lassen. Die roten Johannisbeeren waschen und abpolken. Sowohl die frischen Beeren als auch die aus dem Glas gut abtropfen lassen, bei letzteren natürlich den Saft auffangen.

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Butter, 125g von dem abgetropften Quark (Rest verschnabulieren) und Puderzucker schaumig rühren, auf den Tortenboden streichen. Die Beeren auf der Creme verteilen und die Torte kalt stellen.

1/4 l Johannisbeersaft aus dem Glas

1 leicht gehäufter TL Agar Agar

1 EL Honig

ein Spritzer Zitronensaft

Einen Tortenring um den Kuchen legen. Alle Zutaten für den Guss in einem Töpfchen vermischen und aufkochen. Dann in Portiönchen über die Früchte geben. Ich habe im Wechsel ein paar Esslöffel des Gusses auf der Torte verteilt und diese dann für drei bis vier Minuten in den Kühlschrank gestellt solange, bis der Guss aufgebraucht war. Den Guss solange auf der noch warmen, aber nicht mehr heißen Herdplatte flüssig halten.

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Und ab mit der Torte in den Kühlschrank! Die Kaffeezeit kann gar nicht schnell genug kommen. Milchschaum schlagen, Kaffee aufgießen. Torte aufschneiden. Wehmütig darüber nachdenken, dass Sahne jetzt… neiiin, die wäre zu verwerflich.  Das erste Stück aufgabeln. Sommer auf dem Teller… lecker!!!

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Low Carb? Och nööö.

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Gut sind wir ins neue Jahr gekommen! Und hoffentlich jeder, der sich hierher verirrt, ebenso! Drei Wochen ist 2017 bereits alt. Zeit genug, um schon mehrfach aushäusig zu frühstücken (2 x KaffeeRaum, 1 x LuLa), die Chefin zu besuchen  (ein schööönes langes Wochenende!), begeistert zu sein über Winter und Schnee (jaaa: Schnee! hier! bei uns!),

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Urlaubsvorfreude zu entwickeln, mit Icke Kaffeepläuschchen zu halten, experimentell zu backen (Linsen-Hafer-Riegel,  schön trocken)… Zeit aber auch, um schon mal ein paar gute Vorsätze über Bord zu schmeißen. Abnehmen? Nächstes Jahr. Mehr Salat? Iiiieeh. Grüne Smoothies? Irgendwie ist mir ein bisschen übel. Low Carb? Nööööööööö…! Denn dann würden ja Brunost-Cookies- oder -Waffeln ungebacken und ungegessen bleiben, genau wie die Carrot-Cake-Pancakes (die ich morgen backen werde), Apfelkuchen mit Zimtguss -> Beitrag vom 22.10.2016 (den gab es auch letzte Woche bei der Chefin wieder), Karotten-Berliner-Weiße-mit-Himbeer-Brötchen (gibt es zum Sonntagsfrühstück), Wirsing-Quiche (heute vor einer Woche gebacken und gegessen) und und und… und

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SÜßKARTOFFEL-ZIMT-PECAN-SCHNECKEN

400 g Süßkartoffel

1 Pfund Mehl

1 Prise Vanillesalz

schon mal etwas Zimt ?

1 Päckchen Trockenhefe

1 EL brauner Zucker

1 Ei

1/8 l lauwarmes Wasser

Den Herd auf 200°C vorheizen, die gewaschene(n) und abgetrocknete(n) Süßkartoffeln für ca. 1 Stunde backen, bis sie richtig weich ist. Das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und fein zerdrücken.

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Mehl in eine Schüssel sieben, mit Zucker, Salz und Trockenhefe (und falls gewünscht: Zimt)  mischen. Mit Süßkartoffelpüree, Ei und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Wem das zu gesund erscheint, der kann auch noch etwas zerlassene Butter in den Teig geben. Abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen.

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In der Zwischenzeit kann frau sich auf die Zubereitung der leckeren Füllung werfen:

120 g Pecannüsse

60 g Haselnüsse

(oder nur Pecannüsse oder auch nur Walnüsse)

100 g Honig

2 TL Zimt

etwas Kardamom

2 EL Kokosraspel

40 g Kokosöl

Die Nüsse in einer trockenen Pfanne rösten und dann hacken. Den Honig etwas erwärmen, so dass er einigermaßen flüssig wird. Nüsse, Honig, Gewürze, Kokosraspel und Kokosöl verrühren. Schmeckt? Schmeckt!

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Mittlerweile dürfte der Teig soweit aufgegangen sein, dass es sich lohnt, ihn wieder zusammenkneten. Und los – ausrollen! Und zwar so auf 50 x 30 cm (also: ungefähr). Das ist eine sportliche Übung, denn so ein Hefeteig – sofern er sich nicht unerwünscht an der Arbeitsfläche festkrallt – zieht sich ja immer und immer wieder zusammen und es dauert schon ein Weilchen, bis frau ihn dort hat, wo sie will. Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen (streichen lässt sie sich nicht so wirklich, eher drüber krümeln). Den Teig von der langen Seite her aufrollen.

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Den Herd auf 190°C vorheizen. Die Teigrolle in 12 gleich breite Schnecken schneiden, mit der Schnittfläche nach oben in eine vorbereitete 20x30cm große Form setzen. Nochmals für ca. 1/4 Stunde aufgehen lassen, dann nach Belieben mit braunem Zucker und Zimt bestreuen. Rin in den Herd und noch knappe 20 Minuten gedulden. Hmmm. Sie duften. Sie schmecken. Sie werden  vollständig aufgegessen!

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Wo ich so drüber nachdenke… eigentlich würde auch die doppelte Menge Füllung in den Teig passen.

Und bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass frau vielleicht doch einen guten Vorsatz für 2017 fassen (und umsetzen) sollte: Immerhin soviel Sport machen, dass z. B. Süßkartoffel-Pecan-Schnecken zwar leckere Erinnerungen, aber keine unleckeren Röllchen auf den Hüften hinterlassen…!?

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Freizeit

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Kaum zu glauben: Eine Woche Urlaub! Endlich ein paar Tage frei. Und wir haben was vor: Wanderung! In der vorletzten „Slowly Veggie“ entdecke ich den Reisetipp „Von Schloss zu Schloss“. Das zugehörige Foto gaukelt goldenen Herbst in menschenleerer und autostraßenloser Landschaft vor. Haach… das wär’s! Die Reiseleitung ist einverstanden, wir buchen. Pünktlich vor Beginn unserer Tour fängt sich mein lieber Reiseleiter eine so heftige Erkältung ein, dass er sogar zwei Krankheitstage einschieben muss. Und die Seuche wandert weiter – zu mir. Am Tag unserer Abreise bin ich echt knülle. Wir vertrauen aber auf die gute Mecklenburger Luft und fahren trotzdem. Gewandert werden soll am Anreisetag eh‘ noch nicht. Also auf nach Ludwigslust! Hier haben wir uns für eine Nacht im „Hotel de Weimar“ eingemietet. Gleich nach Ankunft machen wir uns auf einen Spaziergang und auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Fündig werden wir in der „Alten Feuerwache“. Die Stachelbeer-Baiser-Torte ist hausgemacht und der Hammer. Hmmm.

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Abends gönnen wir uns ein Teuer-Essen im Hotelrestaurant. Wie so oft hat auch hier der Koch große Angst vor fleischfreien Speisen und entsprechend mickrig ist das Angebot für mich. Immerhin gibt es ein (!) Veggiegericht, „was mit Nudeln“. Kann man essen. Der Wein ist auf jeden Fall gut, und mein lieber Reiseleiter meckert auch nicht. Nur die Atmosphäre… jemütlich ist anders. Als ob alle einen Besenstiel verschluckt hätten, seeehr steif. Beim Frühstück geht es entspannter zu. Und es gibt u. a. hausgebackenes Rosinenbrot und sogar Kürbiskonfitüre; alles mundet prima.

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Anschließend machen wir uns auf unsere erste Etappe. Besonders lang ist sie nicht: es geht über ca. 12 km nach Neustadt-Glewe, wo uns ein edles Zimmer im „Schlosshotel Neustadt-Glewe“ erwartet. Leider ist die Dame am Empfang wenig zuvorkommend und ziemlich kopflos (bei Abreise gleich nochmal). Wir brechen zu einer Runde durch den Ort auf, kehren im „Café Rosenstraße“ ein (urig, der Kuchen reicht aber an die Torte vom  Vortag nicht heran).

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Anschließend laufen wir zur Burg und besuchen das darin befindliche Museum. Abendessen gibt es im Hotelzimmer. Wir sind gut müde und schnuppeln der zweiten Etappe entgegen. Über das Frühstück kann leider kein lobendes Wort verloren werden – ein Haufen abgepacktes Essen und ich sitze auf sehr kaputten Polstern – nee Danke.

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Als wir auschecken, wird das Gezeter der Empfangsdame (olle Trutsche!), was denn nun mit unserem Gepäck wird, durch einen Herrn vom „Jagdschloss Friedrichsmoor“ beendet, in dem er es einfach… abholt. Wir wandern ca. 15 km unserem Gepäck hinterher. Die Strecke ist schöner als die vom Vortag (da ging es doch recht viel auf an Straßen belegenen Fahrradwegen voran). Aber der Nebel verzieht sich den ganzen Tag nicht, die Luft kriecht uns kühl und feucht in die Klamotten. Immer in Bewegung bleiben! Dafür hören und sehen wir unterwegs so viele Zugvögel wie noch nie. Toll! Zur Kaffeezeit treffen wir im „Jagdschloss Friedrichsmoor“ ein.

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Ein Stück Kuchen lässt sich im „Restaurant UND CAFÉ Friedrichsmoor“ leider nicht erjagen, aber immerhin gibt es Kaffee. Das Zimmer ist ganz einfach und – das ist für zwei Rüsselpest-Kranke echt schlimm – saukalt. Obwohl drei Heizkörper auf höchste Stufe gestellt werden, schaffen sie es nicht, Zimmer und Bad mit zwei Außenwänden, ungeheiztem Hausflur vor der Zimmertür und in der Etage und unter uns und kaltem (da unbewohntem) Nachbarzimmer angemessen zu erwärmen. Zum Glück haben wir Tauchsieder, Tee, Tassen und sogar ein wenig Grundstoff für Grog dabei und schützen uns so – zusätzlich in die Bettdecke gewickelt (ich) – vorm Erfrieren.

 

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Das Frühstück ist nicht zu bemeckern, wir langen fleißig zu. Denn heute stehen 30 km auf dem Programm! Daher trödeln wir auch nicht herum sondern marschieren gegen halb zehn los. Und wieder Nebel… am Störkanal zaubert er uns tolle Stimmungen zum Fotografieren. Wir genießen den Weg und später sogar etwas Sonne. Es gibt sie also wirklich! Rast auf halber Strecke legen wir in Plate ein. Direkt am Weg liegt der „Störkrug“.

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Unverhofft wird uns ein echt leckeres Kürbissüppchen serviert. Das wärmt durch! Beim Kaffee beweise ich mal wieder meinen Hang zur Grobmotorik; anstelle einiger Zuckerkrümel schmeiß ich gleich das ganze Tütchen auf den Schaum. Menno.

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Auch die zweite Hälfte der Strecke nehmen wir mit Elan und erreichen am zeitigen Nachmittag das Ortseingangsschild von Schwerin, juhuuu! Von hier aus sind es trotzdem noch ca. 2 Stunden Fußmarsch bis ins Zentrum.

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Als das Schloss Schwerin ins Blickfeld rückt, sind wir doch froh. Geschafft!!! Insgesamt 60 km sind wir bis hierher gewandert. Das schöööne Zimmer im „Hotel Niederländischer Hof“ kommt uns wie gerufen. Schuhe aus, rin in die Wanne – aaaah… kein Schritt mehr vor die Hoteltür heute, mein linker Fuß schmerzt ziemlich, sobald ich meine Wanderschuhe besteige.

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Also Hotelrestaurant! Die Mappe auf dem Zimmer enthält die Speisekarte und ich freue mich schon auf Auberginenschnitzel mit Sellerie-Möhren-Salat. Nur… auf der Karte im Restaurant… steht davon nix. Die gemischte Karte „Pasta und Vegetarisches“ enthält genau 2x Fleischfreies… und zwar wieder (nur) „was mit Nudeln“. Womit die Lasagne gefüllt ist, kann ich nicht herausfinden. Der Ober weiß es auch nicht, fragt aber in der Küche nach. Leider spricht er so schlechtes Deutsch, dass weder ich noch mein lieber Reiseleiter seine Auskunft verstehen können. Dafür schmeckt der Wein.

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Das Frühstück bietet am nächsten Morgen wieder mal abgepacktes Essen (wenn auch nicht in dem Unfang wie in Neustadt-Glewe) und eine für mich echte Nerverei. Alle fünf Minuten scharwenzelt jemand um unseren Tisch und teilt den Kaffee zu anstatt ihn einfach hinzustellen. Ich bitte darum, die Kanne abzustellen. NÖ. Echt nervtötend!!!

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Dafür machen wir uns einen wunderbaren Schwerin-Tag obwohl mich mein Fuß heftig quält. Im Morgennebel spazieren wir zum Schloss und durch den Schlossgarten, finden hier und da noch dicke Rosenknospen und nach einigem Hin und Her sogar den Eingang zum Museum. Nix wie rein und beguckt, wie es sich die Oberen Zehntausend früher gut gehen ließen. Einmal im Kultur-Wahn düsen wir anschließend noch zur „Galerie Alte und Neue Meister“. Der Unterschied zwischen den Meistern ist gravierend! Das empfinden nicht nur wir so, wie sich einer Pinnwand mit Besucher-Statement-Zetteln entnehmen lässt.

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Unseren Elan belohnen wir im „Café Prag“ mit Mango-Sahne- und Preiselbeer-Buttercreme-Torte. Lecker! Anschließend wird im Hotel gechillt, abends geht es ins „Brinkama’s“. Hier muss ich nicht fragen, was ich esse – ich kann es erkennen; der Service ist sehr freundlich, aber nicht aufdringlich. Allet jut und voll lecker!

Und nu? Wir sind wieder zu Hause! Der letzte Urlaubstag ist verstrichen. Der Sonntag neigt sich seinem Ende zu. Ich hab kulinarisch mein bestes gegeben, uns mit bulgurgefüllten Wirsingrouladen, Pancakes, Sauerkraut-Birnen-Kuchen verwöhnt. Und heute? Gab es noch ein süßes Urlaubs-End-Trösterchen…

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PUMPKIN-CINNAMON-ROLLS

Teig:

540 g Mehl (ich hab Dinkelvollkornmehl & 550er Weizenmehl gemischt)

1/2 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe

40 g Zucker

120 ml  Milch

80 g Joghurt

110 g Kürbispüree

40 g zerlassene Butter

1 Ei

Die trockenen Zutaten in einer  Schüssel vermischen, Milch leicht erwärmen und mit Joghurt, Kürbispüree und dem Ei dazu geben. Einen glatten Teig kneten und diesen abgedeckt aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

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Füllung:

40 g Cranberries

Orangensaft

Den O-Saft erwärmen und über die Cranberries gießen, ziehen lassen (mindestens 30 Minuten).

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80 g weiche (!) Butter

40 g Zucker

1 TL möglichst frisch gemahlenen Kardamom

1TL gemahlener Zimt

2-3 Essl. Kürbispüree (ca. 60 g)

40 g Pecannüsse, grob gehackt

Das Kürbispüree mit der weichen Butter gut verrühren. Zucker und Gewürze vermischen. Die Cranberries abtropfen lassen. Eine 20 x 30 cm Form fetten und mit Mehl ausstäuben.

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Den Teig nochmals durchkneten und zu einem großen Rechteck (30 x 50 cm vielleicht?) ausrollen. Die Kürbisbutter aufstreichen, dann den Gewürzzucker aufstreuen. Zum Schluss die gehackten Pecannüsse und die Cranberries aufstreuen, den Teig von der Längsseite aufrollen & in 12 Stücke schneiden, je mit der Schnittfläche nach oben in die Form setzen.

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Abdecken und erneut aufgehen lassen (ca. 30 Minuten). Schon mal den Herd auf 175°C vorheizen uuuund… ab in die Röhre! Hmm, das duftet nach Kardamom! Und während das Wetter heute goldenen Herbst spendiert, freuen wir uns auf gaaanz frische Schnecken. Kaffee her, Kerze auf den Tisch – lasst uns diesen Sonntag feiern!

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Vive la Chefin

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Kaum zu glauben, dass das schon wieder zwei Wochen her ist: Heimfahrt-Wochenende! Ein Wochenende im Heimatstädtchen bei der lieben Chefin steht an. Ich freue mich. Ich nehme wie fast immer einen freien Freitag, denn so ein Wochenende ist doch empfindlich kurz. Ich werde wie immer am Bahnhof in Empfang genommen. In der Chefinnen-Küche ist, wie immer, der Frühstückstisch gedeckt, noch kurz den Kaffee aufbrühen und… aaaah… Wochenende! Wir lassen uns Brötchen und Croissant schmecken, verkosten gegenseitig die  neuesten Marmelade-Kreationen wie z. B. Quitte-Mango mit Ingwer, und tratschen los.

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Ansonsten werde ich mit einem großen Korb voller Walnüsse überrascht, mit leckeren Nugat-Prallis (die ich mir selbst nicht leiste – zu gefährlich!) und kuscheligem Eulenzuwachs für die heimische Sofa-Ecke. Im Gegenzug drapiere ich Kostproben der überneulichen Kürbiskochauswüchse auf dem Couch-Tisch, außerdem neue Cookies (Lakritz-Cranberry) und Marc-de-Champagne-Trüffel, die im Heimatstädtchen nicht mehr erworben werden können, seit der Supermarkt, der all die schönen Sachen bietet, erst die Förderung für das Eröffnen kassiert und dann nach einigen Jahren wieder geschlossen hat und nun leersteht.

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Nach dem Frühstück spazieren wir eine Runde durch das Städtchen, und wie immer trifft die Chefin jemanden zum Parlieren. Bei  „Frau Pusteblume“ kaufe ich einen herbstlichen Blumenstrauß, ganz in violett: Rosen, Dahlien, Chrysanthemen, dazu einige Gräser. Mir gefällt er, der Chefin auch. Na bitte!

 

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Das Café unseres Vertrauens hat leider urlaubsbedingt geschlossen, so dass wir für den Nachmittag beim Bäcker vorsorgen müssen und uns mit Mohnkuchen und Seezungen eindecken. Allerdings nur für den Freitagnachmittag. Denn für den Samstags- und Sonntagskaffee wird selbst gebacken. Logo! Weil die Chefin soooo fleißig soooo wunderbare Äpfel aufgesammelt hat, wäre es doch sträflicher Leichtsinn, nicht soooo leckeren Apfelkuchen zu backen.  (Am Samstag spazieren wir übrigens zu dritt wie von Zauberhand an dem bewussten Apfelbaum vorbei und sammeln… und sammeln… und futtern gleich vom Baum… es ist herrlich! Ein Körbchen mit Apfelberg nehmen wir am Sonntag mit nach Hause.)  

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Zwei Rezepte hab ich dabei; es wird ein Apfelkuchen aus „Vollwertbäckerei aus dem Fläming“ (allerdings leicht abgewandelt): Saftig und aromatisch – ein Gedicht.

APFELKUCHEN MIT ZIMTGUSS

Boden:

80 g Honig

80 g Butter

1 Ei

1 Prise Salz

200 g Weizenmehl

2 TL Backpulver

50 g gemahlene Haselnüsse

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Die Zutaten für den Boden zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig gleichmäßig ausrollen und in die Form legen, dabei einen Rand hochziehen (vielleicht 2 cm). Herd auf 180°C vorheizen.

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Füllung:

500 g würzige Äpfel

Saft zweier Zitronen

100 g getrocknete Cranberries, mindestens 1 Std. in Calvados eingeweicht

1 TL brauner Zucker

1-2 TL Stärkemehl

Die Äpfel grob reiben, sofort mit dem Zitronensaft vermischen. Überschüssigen Zitronensaft ggf. abgießen (und dann z. B. mit Wasser auffüllen und trinken). Die Cranberries zugeben, zum Schluss den mit dem Stärkemehl vermischten Zucker zugeben.

Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und alles 15 Minuten backen.

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Guss:

2 Eier (getrennt)

80 g Honig

200 g saure Sahne

1 TL gemahlener Zimt

Eigelbe und Honig schaumig rühren, die saure Sahne dazugeben und alles vermischen, dann den Zimt per Schneebesen unterrühren. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und den Eischnee unter den Guss heben, den Guss nach Ablauf der 15 Minuten auf der Apfelmasse verteilen. Weitere 20 Minuten backen lassen. Während der Backzeit Vorfreude entwickeln – denn der Kuchen duftet aufgrund des Honigs in Teig und Guss wirklich phantastisch!

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Auskühlen lassen und dann auf eine Tortenplatte heben. Endlich wieder eine Kerze auf den Kaffeetisch stellen, Milchkaffee bereiten. Liebe Menschen zum gemütlichen Kaffeetrinken um den Tisch platzieren und einfach nur genießen.

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Ein dickes Ding!

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Noch der letzte September-Donnerstag sieht Icke, den Klempner unseres Vertrauens, meinen lieben Reiseleiter und mich beim Italiener um die Ecke sitze; lecker Essen und Rotwein unter freiem Himmel. Dass das der letzte laue Sommerabend wird, ahnen wir, aber nun ist es klar: Herbst. Herbst! Es ist mittlerweile empfindlich kühl geworden. Tatsächlich mag ich morgens nicht mehr ohne Halsbedeckung aus dem Haus schleichen. Die Regenjacke muss nun  immer mit, nur mit einem Pullover drüber ist es nicht mehr getan. Aber ansonsten kann ich ihn schon gut leiden, den Herbst. Das Licht ist weich, die Luft frisch. Übermäßige Hitzerei und Schwitzerei: Ade! Und natürlich kullern jetzt die schönsten Früchte durch die Küche – sofern sie ob ihrer Größe kullern können. Äpfel schaffen das locker (obwohl mancher Boskop bedenkliches Gewicht entwickelt), Birnen und Quitten auch. Schwierig wird es bei Kürbis, z. B. bei dem, der uns an eben jenem letzten lauen Sommerabend heimsucht. Aufgewachsen ist er im Heimatstädtchen, im Garten einer Bekannten der Chefin. Richtig dick und groß und orange ist er dort geworden. Bis der RöRi vorbeikommt, ein Foto macht, mir selbiges zusendet und anfragt, ob ich nicht genau in diesen wunderbaren Kürbis schockverliebt bin. Ich bin. Er sieht so hübsch und harmlos aus! Meine Augen sind größer als der Platz in unserer Küche . Viel, viel größer. Ich wünsch mir den Kürbis. Der Kürbis kommt. Direkt mit einer Sack-Karre (!) in meine Küche.  

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Zum Glück mit der Option, ihn dort aufzumessern und sodann an mehrere verrückte Kürbisköche zu verteilen. Denn als er den Weg in den RöRi gefunden hat, wird er gewogen. Die geschätzten 25 kg werden auf 36 (!!!) kg korrigiert. Ach du grüne Neune. Mit dem Ding könnte ich unsere Küchenmöbel umkegeln.  Nach dem Italiener-Abend finden wir uns also zu viert in unserer Küche ein. Der dicke Orangefarbene verabschiedet sich unter einer langen Messerklinge von seiner gemütlichen Figur. Eine Hälfte entschwindet zusammen mit seinen Transporteuren in die Nacht – die andere Hälfte bedroht für ca. 1 Woche mich, meine Küche und meine Freizeit.

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Es ist erstaunlich, welche Vielfalt in so einem Kürbis steckt! Ich setze jede Idee um, die mir vor die Flinte kommt, damit auch kein Kürbis-Fitzelchen vergammelt.  

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Falls euch jemals ein großer Kürbis heimsuchen sollte – Vorsicht: viel Arbeit. Falls ihr euch des Kürbisses nicht erwehren könnt oder wollt, hier ein paar Anregungen (mit denen frau nicht nur sich selbst, sondern auch andere beglücken kann):

Kürbis-Brötchen für das Wochenendfrühstück (mein lieber Reiseleiter findet’s lecker, ich natürlich auch)

Kürbis-Kokos-Aufstrich mit Chili & Ingwer (Icke freut sich über eine Aufstrich-Spende)

Küribsmus zum Einfrieren (Grundlage z. B. für Pumpkin-Pie oder –Cookies!)

Kürbismus zum Einwecken (Verwendung wie oben, Gefrierfach ist jetzt aber  voll)  

Pumpkin-Streusel-Bars with Chocolate-Chips (die Kollegen finden’s lecker)

Gedünstetes Kürbisgemüse mit Chili (schnelles Abendessen)

Kürbis-Orangen-Marmelade mit Vanille (die Kollegen freuen sich über Marmelade-Spenden)

Kürbis-Cranberry-Chutney (die Kollegen freuen sich über Chutney-Spenden)

Kürbisspalten, auf dem Blech gebacken

Kürbis-Hummus (das finde speziell ich lecker, aber auch die Nachbarin von der Chefin)

Kürbis-Sahne-Kuchen vom Blech (die Kollegen vom Reiseleiter finden’s lecker)

Pumpkin Baked Oatmeal (super Frühstück fürs Büro)

Kürbis-Feta-Galette… (leicht umzusetzen auch in fremden Küchen, z. B. bei der Chefin)

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KÜBIS-FETA-GALETTE

375 g Dinkelmehl (650er)

1 TL Salz

1 TL Backpulver

200 g Quark (20 % Fett)

2 Eier

3 EL Öl

Mehl, Salz und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Die übrigen Zutaten dazu geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einem großen Kreis ausrollen und auf ein Blech legen. Der Teig kann ruhig über das Blech hinausragen – die Teigränder werden dann über der Füllung zusammengeschlagen.

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Herd auf 190°C vorheizen.

600 g Butternuss-Kürbis (geschält, halbiert, entkernt und in 0,5cm breite Scheiben geschnitten)

2 EL Ahornsirup

¼ TL Salz

1 Packung Feta (von 150 g bis 250 g passt alles auf die Galette)

einige Zweige Thymian, nur die Blättchen

1 Ei, verquirlt

nach Belieben noch einige Streifen getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft.

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Die Kürbisstücke kreisförmig auf dem Teig anordnen, einen 3-4 cm breiten Rand frei lassen. Den Kürbis mit Ahornsirup beträufeln & mit dem Salz bestreuen. Dann den zerbröselten Feta über den Kürbis geben, zum Schluss die Thymianblättchen rieseln lassen. Den Teigrand dekorativ über die Füllung schlagen und mit verquirltem Ei bestreichen.

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Alles ca. eine ¾ Stunde backen (falls verwendet: die Tomaten kurz vor dem Ende der Backzeit auf dem Belag verteilen – sonst werden sie zu dunkel)  und vor dem Anschneiden noch 10 Minuten ruhen lassen. Easy. Nicht völlig ungesund. Lecker!

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Übrigens funktioniert die Galette auch mit dem Riesenkürbis von der Kürbisplantage eures Vertrauens, falls der gerade weg muss. Allerdings: Auch wenn viel Kürbis verbraucht werden muss, bitte nur 600 g verbacken!

Übrigens funktioniert die Galette auch mit Rosmarin (DEN hab ich auf dem Balkon), falls gerade kein Thymian (DEN hat die Chefin auf der Terrasse) vorrätig sein sollte. Vielleicht Rosmarin erst 10 Minuten vor Ende der Backzeit aufstreuen, weil die Nadeln sonst nicht mehr SO ansehnlich sind.

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Eine entspannte, leckere Kürbiszeit!

Geringelt

Regen ist gefallen – endlich! Die letzte Woche war extrem heiß und trocken. Nochmal richtiger Hochsommer. Die Blätter der Sträucher im Vorgarten hängen ganz schön herunter – aber das wird sich ja bald ändern. Entweder sie fallen – wie unsere Maiglöckchen – einer sogenannten Vorgartenpflege zum Opfer, gelangen durch das Wasser von oben und die Abkühlung wieder zu Saft und Kraft – oder sie fallen einfach herunter, weil Herbst ist.

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Unsere Balkonpflanzen stehen noch in voller Blüte. Zinnien, Studentenblumen, Geranien… sogar der Strauchbasilikum hat späte Blüten rausgehauen. Das muss alles in vollen Zügen genossen werden, bevor die dunkle Jahreszeit heranrauscht! Genauso genossen werden muss das Wochenende. Mein lieber Reiseleiter schmiedet Pläne für neue Reisen. Wir düsen Samstag schirmbewehrt in die City und geben ein bisschen (?) Geld aus. Ich erjage ein ganzes Pfund dunkle Schokolade (wird unterwegs gleich angeknabbert), ein paar schicke Klamöttchen und schließlich noch, hüstel, ein neues Backbuch: „Süßer Sonntag“.

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Ich schlage es auf und: Wochenend-Feeling! Herrlich. Ansonsten backe ich. Ich backe für unser Wochenend-Frühstück: Möhren-Apfel-Brötchen. Ich backe Mohn-Plaumen-Kuchen für den Nachmittags-Kaffee.

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Ich backe Haferflocken-Cranberry-Cookies. Und… ich backe einen total dekorativen und wirklich leckeren Gemüsekuchen:

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GEMÜSE-QUICHE

200 g Vollkorn-Dinkel-Mehl

50 g Hirsemehl

1 gestrichener TL Salz

120 g kalte Butter

1 Ei

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, ausrollen und in eine gefettete Quiche-Form (26 cm) legen, in den Kühlschrank stellen.

150 g saure Sahne

50 g Feta

1 Ei

Petersilie

Salz, Pfeffer & frisch geriebener Muskat

Alle Zutaten zu einem glatten Guss mixen.

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3 Kartoffeln (geschält ca. 350 g)

1 rote Zwiebel (geschält)

3-4 Möhren (geschält ca. 250 g)

1 große Zucchini (ca. 500 g)

Salz & Pfeffer

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Die Zwiebel fein hacken. Die gewaschenen, geschälten Gemüse mit dem Sparschäler in feine Streifen „hobeln“. (Achtung: Mitleid bitte JETZT: hab‘ mir dabei ’ne Blase geholt 😞.) Je mit etwas Salz & Pfeffer würzen. Die Form mit dem Teig aus Kühlschrank nehmen. 1 Esslöffel Guss und die Zwiebelwürfelchen darin verteilen, anschließend die Gemüsestreifen abwechseln aufrecht in die Form schichten (von außen beginnen).

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Den Herd schon mal auf 190 °C vorheizen. Sollte man nach gefühlt mehreren Stunden endlich das gesamte Gemüse auf dem Teig platziert haben, noch den Guss darauf verteilen. Auf der untersten Schiene erstmal 30 Minuten backen. Zeit genug um festzustellen, dass laut Originalrezept (aus dem Buch „Krautkopf“) auch Tomaten rangesollt hätten. Na ja. Pech. Es hätte auch kein Feta rangesollt (hatte aber nicht mehr genügend saure Sahne) und auch keine rote Zwiebel (hatte aber keine Frühlingszwiebel)… Nach 30 Minuten habe ich die Quiche gedreht und eine Etage höher gehievt. Nochmal 20 Minuten. Und dann… hmmm. Ein Hingucker. Und lecker. Und der Aufwand? Hat sich gelohnt!

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Høsten kommer…

Der Herbst kommt! Aber das ist ja nun mit Beginn des Septembers nicht verwunderlich. Frau hat da so ihre Erfahrungen… es ist tatsächlich jedes Jahr so! Ein schöner Sommer liegt hinter uns. Mit langen und kurzen Radausflügen. Frühstücken im Freien. Herrlicher Balkonblüte.

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Terrassen-Kaffee im Heimatstädtchen. Besuch bei den Schwiegis per Rad. Sommer auf der Leih-LPG.

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Einem Kurzurlaub im mittelhohen Norden.

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Und der Frühherbst präsentiert sich als Spätsommer vom Feinsten. Die Sonne lacht und lockt! Den Samstag verbringen wir doch tatsächlich an der Ostsee. Auch wenn der Zug dermaßen überfüllt ist, dass ich bis nach Warnemünde stehen muss und daher am Ziel der Reise bestimmt 10 cm kleiner bin, verbringen wir anschließend wunderbare Stunden an der See. Wir erholen und  stärken uns zunächst in der „Konditorei Röntgen“ mit Käffchen, Milchreis und Apfeltorte.

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Anschließend geht es natürlich ans Wasser! Schuhe aus und Strandspaziergang… obwohl wir beileibe nicht allein sind, genießen wir voll und ganz das Meeresrauschen; wir beobachten Möwe & Co. und ich finde sogar einen winzigen Hühnergott.

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Nach ca. einer Stunde werfen wir erst unsere Handtücher und dann uns selbst in den Sand und huschen sogar ins Wasser. Aber ich mag keine Quallen… iiiieh! Bin ganz schnell wieder draußen. Langsam schlendern wir wieder Richtung Teepott. Und? „Konditorei Röntgen“ zum Zweiten! Rhabarber-Baiser und Blaubeer-Tortelett müssen dran glauben. Hmmm.

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Doch leider, leider müssen wir so langsam dem Bahnhof zustreben, wenn wir nicht nach Mitternacht nach Haus kommen wollen. Schnell noch ein Fischbrötchen für die Reiseleitung und ab! Gegen 20 Uhr schließen wir die Wohnungstür auf und sind ziemlich knülle. Ich penne vor der Röhre ein, auwei. Sonntag wird ausgeschlafen! Und so geschieht es. Damit wir nicht aus der Kaffeehaus-Übung kommen, frühstücken wir im „KaffeeRaum“ und krönen selbiges mit einem Stück Peanutbutter-Cheesecake. Das wird natürlich geteilt… denn das kann eine(r) allein nicht schaffen (außer vielleicht Icke?). Lecka lecka lecka!

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Wir spazieren noch ein Stündchen, bevor wir in die Bahn nach Hause krabbeln.

Und was war in den vergangenen Wochen in der Küche so los? Pflaumen-Curd. Pflaumen-Marmelade. Pflaumen-Chutney. Pflaumen-Brot. Grießpudding-Pflaumen-Kuchen.

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Sonntag wurde diese Pflaumerei durchbrochen: Blueberry-Pancakes! An die Zeit vor den Pflaumen kann sich kaum noch jemand erinnern… ach doch! Leih-LPG! Apfelmus. Apfelschalentee. Apfelmuffins. Apfelschnecken. Hmmmm:

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APFEL-SCHNECKEN

Für den Teig:

50 g Butter

200 ml Milch

1 x Trockenhefe

50 g Zucker

1 Prise Salz

420 g Mehl

frisch gemörserter Kardamom

Für die Füllung:

75 g zimmerwarme Butter

75 g Zucker

Vanillezucker

3/4 Essl. Zimt

30 g Kokosraspel

2-3 Essl. Äpfel, grob gerieben

 

Für den Teig die trockenen Zutaten mischen. Milch leicht erwärmen, Butter schmelzen. Alles zu einem glatten Teig verkneten, abdecken und zu doppelter Größe aufgehen lassen.

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Alle Zutaten für die Füllung verrühren.

 

Den Teig auf bemehlter Fläche durchkneten, dann 1/2 cm dick zu einem großen Rechteck ausrollen. Die Füllung darauf verstreichen und von der Längsseite her aufrollen.

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In 15 gleich breite Stücke schneiden. Diese in eine gefettete, bemehlte Auflaufform (20 x 30 cm) setzten, nochmals ca. 40 Minuten gehen lassen. Herd auf 190°C vorheizen. Die Schnecken mitverquirltem Ei bestreichen und nach Belieben mit Kokosraspeln bestreuen. Backen, bis die Schnecken goldgelb sind. Stäbchenprobe machen. Aus dem Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm schmecken sie am besten!

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