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Velsmakende

Was wäre denn Urlaub ohne leckeres Essen? Einfach absolut nix. Wobei Gourmet-Restaurants auf Sommarøy rar gesät sind, ebenso wie Stätten gepflegten Tortenkeilvernichtens. Aber leckeres Essen kochen wir halt selbst – jeden Morgen gibt es DAS Urlaubsfrühstück schlechthin: Haferbrei mit Zimtzucker und zerlassener Butter.

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Abends stehen deftige Suppen und Eintöpfe auf dem Speisezettel und auf dem Blech gebackenes Gemüse. Letzteres gelingt durch die Verwendung von roten und gelben Rüben und Ringelbete (!) besonders farbenfroh.

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Kunterbuntes für den Abendbrotteller

Ein Augen- und Gaumenschmaus! Guten, hausgemachten Kuchen bekommen wir während unserer Reise z. B. bei „Mad Cooperativet“ im Kopenhagener Hauptbahnhof – die Kanelsnurrer schmecken verteufelt butterig und gut. Die dem Supermarkt angeschlossene Cafeteria von „Eides Landhandel“ in Kvaløysletta (Nähe  Tromsø) könnte sicher gemütlicher (und besser geheizt!) sein, Brownies & Apfelschnitte aus eigener Bäckerei munden hervorragend. Die ‚Landhandel‘-Bleche mit Pfannkuchen bieten beträchtliches Hüftgold feil.

Am Eingang des Marktes verlockt die Kundschaft eine große Platte mit Kostehäppchen  von Plundergebäck mit zuckrig-buttrig-cremiger Füllung… ich muss 3x die Naschrunde drehen. Das Käseregal bietet z. B. „Brunost“, also Karamellkäse, in nicht unbeträchtlicher Menge, u. a. mit Schoko- oder auch Zimtgeschmack an. Der mit Zimt wird zum Mitnehmen gebunkert. Des Fischliebhabers Herz schlägt an der Fisch- und Meeresfrüchte-Theke höher.

Ob das Herz an der Kühltruhe mit Walfleisch höher schlagen muss, bleibt jedem selbst überlassen. Nach einem Selbstversuch vor Jahren während eines Lofot-Urlaubs haben zumindest wir es nicht erneut zu Äußersten kommen lassen. Was allerdings Wiederholungspotential hat, ist ein Besuch im „Café Svermeri“ in Tromsø. Die Kuchentheke ist zwar übersichtlich bestückt, aber der von uns ausgewählte „Snickers Cake“ hat’s in sich – er mundet prima!

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Im ‚Café Svermeri‘

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Was natürlich ebenfalls immer gut mundet, ist Selbstgebackenes. Zunächst werden die Reise-Vorräte aufgebraucht – letzte Lebkuchen und zum Geburtstag erhaltene Florentiner aus Spandau – sooo lecker! Aber irgendwann ist alles aufgenagt, und ich probiere erst zwei „Drömmar“-Rezepte aus: mit Zimt und Kardamom bzw. mit Nugat-Würfel drauf. Wunderbar „sprø og knaprig“!

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Links Heimisches, rechts „Drömmar“

Was außerdem reichlichst verbraucht werden kann, sind Haferflocken (eine Tüte von 1,1 kg ist für unseren Urlaub zu wenig – aber zwei Packungen für den morgendlichen Haferbrei zu viel) und Öl (die 1-Liter-Flasche war einfach am preiswertesten) und Zucker… und Mandeln sind noch da und Zimt, Kardamom und Nugat… ich grabe im Internet nach einem Rezept, das ohne Butter, sondern nur mit Öl auskommt, wandele es ein wenig ab und backe

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HAFER-MANDEL-NUGAT-COOKIES

1/4 l neutrales Rapsöl

12 leicht gehäufte EL Zucker

2 Eier

12 leicht gehäufte EL Mehl

1 Prise Salz

1/2 Natron

Zimt & Kardamom (so viel, wie euch halt schmeckt)

32 leicht gehäufte EL feine Haferflocken

1 Handvoll gehackte Mandeln

50 g Nugat, gewürfelt

Den Herd auf 180°  vorheizen.

Öl, Zucker und Eier per Schneebesen schön cremig rühren. Mehl, Gewürze und Natron mischen, unterrühren. Zum Schluss die Haferflocken, die gehackten Mandeln und die Nugatwürfel dazugeben und alles  mischen, bis ein leicht krümeliger  Cookieteig entsteht.

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Mit Hilfe eines Teelöffels Cookies auf Bleche mit Backpapier setzen (ich habe 44 Cookies aus der Teigmenge hergestellt). In 12 -15 Minuten goldbraun backen.

Also die hier sind kleine Knusperträume geworden, die zwar durchaus mit weniger Zucker auskommen können, aber immerhin durch die Masse an Haferflocken einen Hauch von Gesundheit verheißen *grins*.

Die Seele wird auf jeden Fall gestreichelt!

 

Skiftende vær – skiftende Pancake

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Mittlerweile haben wir „Ha det, Lauklines“ gerufen und sind im „Sommarøy Arctic Hotel“ eingeflogen.  Hier werden  neben Hotelzimmern auch Ferienwohnungen vermietet, und eine davon haben wir uns unter den Winterurlaubsnagel gerissen. Gegenüber der Gemütlichkeit von ‚Lauklines‘ wirkt die FeWo Nr. 39 eher kühl-nüchtern, aber es lässt sich auch hier prima schlafen und Kaffee trinken. Beides besonders im Urlaub sehr, sehr wichtig! Wenn es das Wetter zulässt, kann frau z. B. auch schön an den Strand gehen und rüber nach Senja kiekern. Aber eben… das Wetter.

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Es stürmt, es regnet, es schneit, es graupelt – und zwar in unglaublichem Wechsel. Interessant, wie bei Böen der Windstärke 9 der Stuhl unterm Hintern bebt und das Wasser im Glas leichte Dünung entwickelt. Puh! Für heute bedroht uns der norwegische Wetterdienst mit „liten storm“, d. h. mit einem lauen Lüftchen der Windstärke 9. Das Erste nach dem Aufstehen ist daher das Abrufen des Wetterberichtes. Und siehe da – aus dem Stürmchen ist eine erträgliche Windstärke 7 geworden. Mal sehen, ob sich das Wetter heute Nacht daran erinnert! Vielleicht wird uns ja nochmals ein sternenklarer Himmel spendiert (kann ich mir im Moment allerdings nicht vorstellen – es peitscht Schneeschauer auf Schneeschauer an die Terrassentür) als Kulisse für Nordlicht? Vergangenen Samstag ließ sich bereits das eine oder andere Flacker-Foto „schießen“… Geduld! Morgen sind wir schlauer.

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Immerhin: Der heutige Montag verwöhnt uns zwischen Schneetreiben und scharfem Wind mit den tollsten Lichtstimmungen über türkisfarbenem Meer und verschneiten Bergen. Davor spektakeln die Möwen – so ein Getöse veranstaltet die deutsche Möwe nur, wenn ein Fischbrötchen aus Touristenhand am Alten Strom als Beute in Aussicht steht!!! Nach einem heftigen Schneeschauer sind Jacken, Mützen, Wimpern und Augenbrauen weiß. Am zeitigen Nachmittag streben wir erstmal unserer  Butze zu, um uns aufzuwärmen und Kaffee zu trinken. So wechselhaft das Wetter – so wechselhaft das Geschehen in der Pfanne! Jaaa… na gut, schon wieder Pancakes. Aber andere!!!

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APPLE-CARROT-OATMEAL-PANCAKES

Da ich hier auch keinen Messbecher mehr habe (den gab es bei ‚Lauklines‘ noch…), habe ich die Zutaten nicht abgemessen, sondern abgelöffelt.

250 – 300 ml Milch (1 Kaffeepott voll halt)

1 EL Joghurt

5 leicht gehäufte EL feine Haferflocken

2 leicht gehäufte EL geschroteter Leinsamen

Diese Zutaten verrühren, zum Quellen in den Kühlschrank stellen und fotografieren gehen. Oder auch nicht. Auf jeden Fall kann die Mischung schon 2-3 Stunden vor dem Backen angerührt werden.

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14 leicht gehäufte EL Mehl

1 Prise Salz

1 leicht gehäufter EL Zucker

ordentlich Zimt und Kardamom

1 gestrichener TL Natron

Alles bis auf das Natron gut mischen, einen Esslöffel davon abnehmen und hierzu das Natron geben.

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1 Apfel (Granny Smith)

1 kleine Karotte

Beides schälen und fein reiben. Grundsätzlich ist natürlich gegen die Schale am Apfel nichts einzuwenden; die reibt sich aber sehr schlecht mit! Den geriebenen Apfel leicht ausdrücken und den Saft anderweitig verwenden (z. B. trinken…). Schließlich alle Zutaten (bis auf das Natron-Mehl) verrühren, noch

1 Ei

dazugeben und alles 10 Minuten quellen lassen, dann das Natron-Mehl unterrühren. Scheint der Teig zu fest, einen kleinen Schwupps Milch zugeben. Neutrales Öl in einer großen Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Teig pro Pancake hineingeben.

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Der Teig reicht für 20 leckere Plattenhoppser, die wir uns wie immer mit Joghurt, Konfitüre oder nur Zimtzucker schmecken und von denen wir genau zwei Stück übrig lassen.

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Derart gestärkt… geht es endlich zum Fotografieren!!!

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Stormvær

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Hei hei mal wieder aus dem hohen Norden! Unsere Jubelfeste sind nun bereits vor über zwei Wochen aufs Angenehmste verbracht worden (auch an dieser Stelle allen Mitfeierern nochmals unser Dankeschön!), der 3. Februar kommt und wir machen uns nach einem halben Arbeitstag am Freitagabend auf die Strümpfe  gen Norden. Gleich um das Erreichen des ersten Zuges müssen wir allerdings bangen, denn in der City ist ein herrenloses Gepäckstück gefunden worden und steht nun im Verdacht, Sprengstoff zum In-die-Luft-jagen des gesamten Tarifbereiches AB zu beinhalten *augenverdreh*. Letztlich hatte wohl nur jemand keine Lust auf’s Waschen und Bügeln und hat sich einfach seiner Dreckwäsche durch Koffervergessen entledigt… Zehn Minuten vor der geplanten Abfahrt jedenfalls rödeln dann doch noch  zwei große und zwei kleine Rucksäcke mit dazwischen geklemmten Fast-Urlaubern auf den Bahnsteig. Und ab!

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Hamburg-Kopenhagen-Stockholm-Boden-Narvik-Tromsø heißen die Anreisestationen entlang der ca. 1300 km (Luftlinie) hier herauf. Leider verläuft unsere Reise etwas anders als gedacht – anstelle sich am Winter und den leckeren Hotelfrühstücken in Narvik und Tromsø zu erfreuen, liegt erst die Reiseleitung mit Bauchgrimmen flach (und zwar so, dass wir einen Tag in Narvik dranhängen müssen) und dann in Tromsø meine Wenigkeit. Von meinem Segelflugversuch, weil sich der Kreislauf anschließend einer gemeinschaftlichen heißen Dusche verweigert, mal zu schweigen 😕. Schließlich gehen wir aber auf die Zielgerade und schweben bei „Lauklines Kystferie“ ein.

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Unsere Hütte heißt nach einem Inselchen hier in der Nähe „Sessøya“ und ist sehr gemütlich! Große Terrasse direkt zum Kattfjord; der Ausblick ist phantastisch, die Ruhe herrlich. Schon auf der Fahrt hierher bewundern wir Schnee, Eis und das Dämmerungsrosa, dass an diesen Februartagen fast noch den ganzen Tag über vorherrscht. Die Sonne steht tief, so dass man 12 Uhr meinen könnte, es wäre bereits 16 Uhr… bis Samstag werden wir mit Winter vom Feinsten verwöhnt, doch dann ist echt Schluss mit lustig.

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Sturm zieht auf, es regnet wie aus Eimern. Binnen kurzer Zeit ist der Schnee um ‚Lauklines‘ herum futsch. Kaum zu glauben: alles weg! Der Kattfjord wird ordentlich aufgewühlt, die Wellen tragen Schaumkämme heran und brechen sich neben der Terrasse so heftig am Ufer, dass das Wasser bis an die Fenster spritzt. Entsprechend ist die Geräuschkulisse! Der lange Bootssteg hinter der Rezeption hüpft auf und nieder und wiegt sich auf den Wellen.

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Und der Sturm rüttelt am Häuschen, als ob er es gern davon tragen würde. Schafft er aber zum Glück nicht. Unglaublich ist, dass man sich auch an solch einem Tag vom Frühstück bis zur Kaffeezeit ohne Pause mit dem Fotografieren beschäftigen kann! Kaffeezeit? Da war doch was – Urlaub… hmmm… ach ja: Zeit für leckere Plattenhoppser! Und da ich in weiser Voraussicht die letzte „Hembakat“ als Reiselektüre eingepackt habe, versuch ich mal

POTATISPANNKAKOR

350 g Kartoffeln

120 g Mehl

1/2 TL Natron

1 Prise Salz

300 ml Milch

2 EL Joghurt naturell

1 EL Zucker

2 Eier

1 EL zerlassene Butter

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Kartoffeln schälen und in leicht gesalzenem Wasser weich kochen.

In der Zwischenzeit Mehl (ca. 1 EL zurückbehalten), Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. 1/2 der Milch dazugeben und alles glatt rühren. Die restliche Milch, Eier und den Joghurt dazu geben und glatt rühren. Schließlich die gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpressse zum Teig geben, ebenso die zerlassene Butter (DIE muss natürlich nicht durch die Kartoffelpresse!).  Das zurückbehaltene Mehl mit dem Natron mischen und zum Teig geben, alles klümpchenfrei verrühren. Der Teig wird einigermaßen flüssig, die Pannkakor laufen in der Pfanne etwas auseinander (sonst passen fünf Stück in die Pfanne, jetzt nur drei).

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Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und nacheinander 18 Pannkakor ausbacken. Den Teig habe ich mit so einem großen Pfannenlöffel portioniert (1 knapper Löffel Teig pro Plattenhoppser). Die, die schon fertig sind, im Herd warm halten. Sind alle gebacken, kommen sie mit Joghurt und Schwarze-JoBeer-Marmelade, Zimt und Zucker oder – wir sind schließlich in Norwegen! – mit einem Klecks gesalzener Butter und einem Scheibchen Karamellkäse („Brunost“) zu einem Kaffee mit Reiseschneebesenschaum auf den Tisch.

Vel bekomme!

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Freizeit

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Kaum zu glauben: Eine Woche Urlaub! Endlich ein paar Tage frei. Und wir haben was vor: Wanderung! In der vorletzten „Slowly Veggie“ entdecke ich den Reisetipp „Von Schloss zu Schloss“. Das zugehörige Foto gaukelt goldenen Herbst in menschenleerer und autostraßenloser Landschaft vor. Haach… das wär’s! Die Reiseleitung ist einverstanden, wir buchen. Pünktlich vor Beginn unserer Tour fängt sich mein lieber Reiseleiter eine so heftige Erkältung ein, dass er sogar zwei Krankheitstage einschieben muss. Und die Seuche wandert weiter – zu mir. Am Tag unserer Abreise bin ich echt knülle. Wir vertrauen aber auf die gute Mecklenburger Luft und fahren trotzdem. Gewandert werden soll am Anreisetag eh‘ noch nicht. Also auf nach Ludwigslust! Hier haben wir uns für eine Nacht im „Hotel de Weimar“ eingemietet. Gleich nach Ankunft machen wir uns auf einen Spaziergang und auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Fündig werden wir in der „Alten Feuerwache“. Die Stachelbeer-Baiser-Torte ist hausgemacht und der Hammer. Hmmm.

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Abends gönnen wir uns ein Teuer-Essen im Hotelrestaurant. Wie so oft hat auch hier der Koch große Angst vor fleischfreien Speisen und entsprechend mickrig ist das Angebot für mich. Immerhin gibt es ein (!) Veggiegericht, „was mit Nudeln“. Kann man essen. Der Wein ist auf jeden Fall gut, und mein lieber Reiseleiter meckert auch nicht. Nur die Atmosphäre… jemütlich ist anders. Als ob alle einen Besenstiel verschluckt hätten, seeehr steif. Beim Frühstück geht es entspannter zu. Und es gibt u. a. hausgebackenes Rosinenbrot und sogar Kürbiskonfitüre; alles mundet prima.

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Anschließend machen wir uns auf unsere erste Etappe. Besonders lang ist sie nicht: es geht über ca. 12 km nach Neustadt-Glewe, wo uns ein edles Zimmer im „Schlosshotel Neustadt-Glewe“ erwartet. Leider ist die Dame am Empfang wenig zuvorkommend und ziemlich kopflos (bei Abreise gleich nochmal). Wir brechen zu einer Runde durch den Ort auf, kehren im „Café Rosenstraße“ ein (urig, der Kuchen reicht aber an die Torte vom  Vortag nicht heran).

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Anschließend laufen wir zur Burg und besuchen das darin befindliche Museum. Abendessen gibt es im Hotelzimmer. Wir sind gut müde und schnuppeln der zweiten Etappe entgegen. Über das Frühstück kann leider kein lobendes Wort verloren werden – ein Haufen abgepacktes Essen und ich sitze auf sehr kaputten Polstern – nee Danke.

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Als wir auschecken, wird das Gezeter der Empfangsdame (olle Trutsche!), was denn nun mit unserem Gepäck wird, durch einen Herrn vom „Jagdschloss Friedrichsmoor“ beendet, in dem er es einfach… abholt. Wir wandern ca. 15 km unserem Gepäck hinterher. Die Strecke ist schöner als die vom Vortag (da ging es doch recht viel auf an Straßen belegenen Fahrradwegen voran). Aber der Nebel verzieht sich den ganzen Tag nicht, die Luft kriecht uns kühl und feucht in die Klamotten. Immer in Bewegung bleiben! Dafür hören und sehen wir unterwegs so viele Zugvögel wie noch nie. Toll! Zur Kaffeezeit treffen wir im „Jagdschloss Friedrichsmoor“ ein.

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Ein Stück Kuchen lässt sich im „Restaurant UND CAFÉ Friedrichsmoor“ leider nicht erjagen, aber immerhin gibt es Kaffee. Das Zimmer ist ganz einfach und – das ist für zwei Rüsselpest-Kranke echt schlimm – saukalt. Obwohl drei Heizkörper auf höchste Stufe gestellt werden, schaffen sie es nicht, Zimmer und Bad mit zwei Außenwänden, ungeheiztem Hausflur vor der Zimmertür und in der Etage und unter uns und kaltem (da unbewohntem) Nachbarzimmer angemessen zu erwärmen. Zum Glück haben wir Tauchsieder, Tee, Tassen und sogar ein wenig Grundstoff für Grog dabei und schützen uns so – zusätzlich in die Bettdecke gewickelt (ich) – vorm Erfrieren.

 

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Das Frühstück ist nicht zu bemeckern, wir langen fleißig zu. Denn heute stehen 30 km auf dem Programm! Daher trödeln wir auch nicht herum sondern marschieren gegen halb zehn los. Und wieder Nebel… am Störkanal zaubert er uns tolle Stimmungen zum Fotografieren. Wir genießen den Weg und später sogar etwas Sonne. Es gibt sie also wirklich! Rast auf halber Strecke legen wir in Plate ein. Direkt am Weg liegt der „Störkrug“.

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Unverhofft wird uns ein echt leckeres Kürbissüppchen serviert. Das wärmt durch! Beim Kaffee beweise ich mal wieder meinen Hang zur Grobmotorik; anstelle einiger Zuckerkrümel schmeiß ich gleich das ganze Tütchen auf den Schaum. Menno.

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Auch die zweite Hälfte der Strecke nehmen wir mit Elan und erreichen am zeitigen Nachmittag das Ortseingangsschild von Schwerin, juhuuu! Von hier aus sind es trotzdem noch ca. 2 Stunden Fußmarsch bis ins Zentrum.

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Als das Schloss Schwerin ins Blickfeld rückt, sind wir doch froh. Geschafft!!! Insgesamt 60 km sind wir bis hierher gewandert. Das schöööne Zimmer im „Hotel Niederländischer Hof“ kommt uns wie gerufen. Schuhe aus, rin in die Wanne – aaaah… kein Schritt mehr vor die Hoteltür heute, mein linker Fuß schmerzt ziemlich, sobald ich meine Wanderschuhe besteige.

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Also Hotelrestaurant! Die Mappe auf dem Zimmer enthält die Speisekarte und ich freue mich schon auf Auberginenschnitzel mit Sellerie-Möhren-Salat. Nur… auf der Karte im Restaurant… steht davon nix. Die gemischte Karte „Pasta und Vegetarisches“ enthält genau 2x Fleischfreies… und zwar wieder (nur) „was mit Nudeln“. Womit die Lasagne gefüllt ist, kann ich nicht herausfinden. Der Ober weiß es auch nicht, fragt aber in der Küche nach. Leider spricht er so schlechtes Deutsch, dass weder ich noch mein lieber Reiseleiter seine Auskunft verstehen können. Dafür schmeckt der Wein.

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Das Frühstück bietet am nächsten Morgen wieder mal abgepacktes Essen (wenn auch nicht in dem Unfang wie in Neustadt-Glewe) und eine für mich echte Nerverei. Alle fünf Minuten scharwenzelt jemand um unseren Tisch und teilt den Kaffee zu anstatt ihn einfach hinzustellen. Ich bitte darum, die Kanne abzustellen. NÖ. Echt nervtötend!!!

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Dafür machen wir uns einen wunderbaren Schwerin-Tag obwohl mich mein Fuß heftig quält. Im Morgennebel spazieren wir zum Schloss und durch den Schlossgarten, finden hier und da noch dicke Rosenknospen und nach einigem Hin und Her sogar den Eingang zum Museum. Nix wie rein und beguckt, wie es sich die Oberen Zehntausend früher gut gehen ließen. Einmal im Kultur-Wahn düsen wir anschließend noch zur „Galerie Alte und Neue Meister“. Der Unterschied zwischen den Meistern ist gravierend! Das empfinden nicht nur wir so, wie sich einer Pinnwand mit Besucher-Statement-Zetteln entnehmen lässt.

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Unseren Elan belohnen wir im „Café Prag“ mit Mango-Sahne- und Preiselbeer-Buttercreme-Torte. Lecker! Anschließend wird im Hotel gechillt, abends geht es ins „Brinkama’s“. Hier muss ich nicht fragen, was ich esse – ich kann es erkennen; der Service ist sehr freundlich, aber nicht aufdringlich. Allet jut und voll lecker!

Und nu? Wir sind wieder zu Hause! Der letzte Urlaubstag ist verstrichen. Der Sonntag neigt sich seinem Ende zu. Ich hab kulinarisch mein bestes gegeben, uns mit bulgurgefüllten Wirsingrouladen, Pancakes, Sauerkraut-Birnen-Kuchen verwöhnt. Und heute? Gab es noch ein süßes Urlaubs-End-Trösterchen…

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PUMPKIN-CINNAMON-ROLLS

Teig:

540 g Mehl (ich hab Dinkelvollkornmehl & 550er Weizenmehl gemischt)

1/2 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe

40 g Zucker

120 ml  Milch

80 g Joghurt

110 g Kürbispüree

40 g zerlassene Butter

1 Ei

Die trockenen Zutaten in einer  Schüssel vermischen, Milch leicht erwärmen und mit Joghurt, Kürbispüree und dem Ei dazu geben. Einen glatten Teig kneten und diesen abgedeckt aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

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Füllung:

40 g Cranberries

Orangensaft

Den O-Saft erwärmen und über die Cranberries gießen, ziehen lassen (mindestens 30 Minuten).

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80 g weiche (!) Butter

40 g Zucker

1 TL möglichst frisch gemahlenen Kardamom

1TL gemahlener Zimt

2-3 Essl. Kürbispüree (ca. 60 g)

40 g Pecannüsse, grob gehackt

Das Kürbispüree mit der weichen Butter gut verrühren. Zucker und Gewürze vermischen. Die Cranberries abtropfen lassen. Eine 20 x 30 cm Form fetten und mit Mehl ausstäuben.

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Den Teig nochmals durchkneten und zu einem großen Rechteck (30 x 50 cm vielleicht?) ausrollen. Die Kürbisbutter aufstreichen, dann den Gewürzzucker aufstreuen. Zum Schluss die gehackten Pecannüsse und die Cranberries aufstreuen, den Teig von der Längsseite aufrollen & in 12 Stücke schneiden, je mit der Schnittfläche nach oben in die Form setzen.

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Abdecken und erneut aufgehen lassen (ca. 30 Minuten). Schon mal den Herd auf 175°C vorheizen uuuund… ab in die Röhre! Hmm, das duftet nach Kardamom! Und während das Wetter heute goldenen Herbst spendiert, freuen wir uns auf gaaanz frische Schnecken. Kaffee her, Kerze auf den Tisch – lasst uns diesen Sonntag feiern!

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Grüße aus Süd-Lappland

So ein paar Tage in Süd-Lappland sind schon nicht schlecht: Frau versteht die Einheimischen problemlos. Die An- und Abreise lässt sich in überschaubarer Zeit bewerkstelligen. Es gibt Tortenkeile. Sogar bezahlbare! Und frau muss vorher kein Geld tauschen (und dafür auch noch Gebühren zahlen).

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Andererseits… so ein paar Tage in Lappland… Frau versteht die Einheimischen schlecht oder gar nicht. An- und Abreise dauern und lassen Zeit für Vorfreude auf die Ankunft und die Zeit vor Ort. Es gibt keine Tortenkeile (und wenn, dann keine bezahlbaren), was sich enorm günstig auf den kruemelqueenschen Körperfettanteil auswirken dürfte. Es muss Geld getauscht und dafür auch noch eine Gebühr gezahlt werden, was das heimische Bücherregal aufatmen lässt, denn: frau überlegt drei- wenn nicht gar fünfmal, ob dringend noch ein Kochbuch angeschafft werden muss…

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Süd-Lappland hat allerdings gerade 2016 einen weiteren und entscheidenden Vorteil: Wir fahren auch wirklich hin! Auf nach WISMAR!

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Das Wetter stellt uns zunächst auf eine harte Probe – es nieselpieselt so vor sich hin, was weder die Körpertemperatur noch die Stimmung hebt – beides fröstelt unter Grau und Wind so vor sich hin. Trotzdem schleichen wir fleißig durch die Altstadt, denken allerdings sehnsüchtig an Heißgetränke und damit an eins: Wann ist endlich Kaffeezeit?

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Den ersten Tortenkeil spachteln wir in der „Konditorei Senf“; die Torte kann nicht bemeckert werden, aber das Café versprüht, nun ja: spröden Charme. Aber einen Tag später testen wir das „Café Sinnenreich“ und sind begeistert! Der Kaffee wärmt, in den Sesseln lässt es sich gemütlich lümmeln und der Kuchen… schleck!… ist saulecker: Stachelbeer-Baiser und Blaubeer-Zitrone mit Sahne sind eine Wucht.

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Und weil wir alles aufessen, kommt am nächsten Tag auch die ersehnte Sonne. Die nutzen wir zu einem laaangen Spaziergang zur Wismarer Bucht und nach Hoben. Der Wind pfeift allerdings ziemlich, auf dem Rückweg schafft es die Sonne jedoch bereits, etwas zu wärmen.

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In tiefer Dankbarkeit kehren wir erneut im „Sinnenreich“ ein und opfern uns – auf dass Schokotarte mit Sahne, Apfel-Walnuss-Kuchen und Schoko-Mousse-Torte nicht verderben mögen. Schließlich darf frau nicht NUR an sich denken!

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Lust auf mehr Süd-Lappland?  Gibt’s demnächst auf ‚zweinachnorden‘!

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Snekkerdingsda II

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… vorüber. Vorbei! Unsere kleine Urlaubsreise ist Geschichte. Aber so isses halt. Die Wetterfrösche kriegen von mir die rote Karte. Erst wird uns blauer Himmel und Sonne ohne Ende geweissagt, und dann… kommen Tage mit Wolken, Tage, an denen ich eine lange (!) Hose anziehen muss, Tage, an denen ich im „Louisiana“ meinen Pullover und die Schuhe mittels Handtrockner auf dem Damen-WC fönen muss (Pulli mit, Schuhe ohne Erfolg)…

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Wir starten einen weiteren Ausflug nach Helsingör, besuchen hier das Schifffahrtsmuseum. Selbiges entpuppt sich als unerwartet originell; es macht Spaß, hindurchzuschlendern! Natürlich geht es anschließend wieder in „Fru Bjergs konditori“ auf Apfelschnitte und ‚Onsdagssnegle‘. Unscheinbar, aber sehr lecker! Auf dem Rückweg in die Herberge treten wir ein wenig den Sandstrand breit, suchen und finden Mini-Hühnergötter und geschliffene Scherben. Icke hat sich Fotos in den Blog gewünscht – hier sind se:

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Die Herbergs-Chefin hat sich heute in der Küche voll verausgabt (beim Saugen des Flurteppichs oder Tischdecken im Frühstücksraum ausschütteln/waschen erlahmt der Elan dann aber leider ein wenig) und Blaubeertörtchen zum Verkosten bereit gestellt. Es gibt daher einen  Zweit-Kaffee und dazu weitere verwerfliche Kalorienbömbchen auf dem heute ziemlich zugigen Balkon.

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Der Donnerstag ist wettertechnisch der Super-Gau. Regen ist angesagt. Und Regen kommt. Reichlich. Höchste Intensität in dem Moment, in dem wir am weitesten von einer Unterstellmöglichkeit entfernt sind, nämlich auf halbem Weg zum Bahnhof. Die Regentropfen hüpfen auf den Schirm (das ist ja noch okee), fühlen sich aber auch auf dem Rucksack, in den Hosenbeinen, den Socken, den Schuhen, unseren Pullis… sauwohl. Wir sind klatschnass! Fahren aber trotzdem nach Humlebaek, um uns ein weiteres Mal der modernen Kunst zu stellen. Niemand soll uns nachsagen können, wir hätten es nicht versucht!

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Immerhin – siehe oben – kann ich im Museum einen Teil meiner Sachen wieder trocknen. Die Socken allerdings müssen ausgezogen und eingetütet werden – und den restlichen Tag sich die Schuhe mit nackten Füßen abfinden. Wir stopfen die Schuhe mit Servietten aus der Cafeteria aus, während wir uns barfuß ein Heißgetränk genehmigen. Dann drehen wir unsere Runde: Asger Jorn, Sonderausstellung Afrika, Alberto Giacometti… Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen; den Heimweg können wir regenfrei und zu Fuß antreten und darüber diskutieren, ob wir moderne-Kunst-tauglich sind oder nicht. (Ich glaube, eher nicht…?) Nach Rückkunft hänge ich die Socken im Zimmer auf; sie brauchen doch tatsächlich noch die ganze Nacht zum Trocknen.

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Und schon steht der letzte Tag in Snekkerdingsda vor der Tür. Dieser Tag verwöhnt uns auch wieder mit ein paar Sonnenstrahlen. Wir laufen erneut nach Helsingör, zuppeln am Automaten ein Ticket und setzen per Fähre nach Schweden über. In ca. 20 Minuten ist das geschafft. In Helsinborg waren wir über 20 Jahre nicht mehr, ich habe null Erinnerung an diese Stadt. Erstes Highlight: hier bekomme ich endlich meine ersehnte „Hembakat“ und dazu noch die „BAKA“. Juchu! Meine Schlappohren schleiften schon fast auf dem Boden, weil in Snekkerdingsda und Umgebung und nicht mal in Kopenhagen eine schöne Backzeitung zu erjagen war…

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Aber zurück nach Helsingborg! Eine schöne Promenade lädt zum Schlendern direkt am Meer ein; für Pflastermüde gibt es reichlich Gelegenheit, sich auszuruhen. Wir lümmeln uns bei nächstbester Gelegenheit ans Wasser, blinzeln in die Sonne und lauschen Wind und Wellen. (Segel-) Boote bewundern wir anschließend im Jachthafen. An der Strandpromenade ist ein modernes Wohnviertel entstanden – hier würden wir einziehen, so mit Meerblick… Sponsoren: bitte meldet euch!

Den ‚Kärnan‘ – Überbleibsel der einstigen Helsingborger Festung – gibt es auch noch. Für die Anstrengung des Hochkeuchens wollen wir aber kein Geld ausgeben und gucken daher nur von unten-außen. Die eingesparte Knete geben wir lieber und mit Begeisterung in der „Konditori Fahlman“ aus: Schokotarte mit Sahne, Nusstörtchen und Ananasbällchen, Alles rutscht sofort und vollständig von der Kuchengabel in den Hüftbereich, so Höhe Hosenbund. Aber: hmmm… und lecker! Wie wir das wieder loswerden, darum kümmern wir uns erst zu Hause.

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Und schon ist auch der letzte Tag herum. Interessant ist noch, dass bei unserer Rückkunft ein Schlüssel von außen (!) in unserer Zimmertür steckt (drinnen sind immerhin alle unsere Sachen) und am letzten Tag sich jemand bemüßigt fühlt, Bettwäsche und Handtücher zu wechseln. Vermutlich hat da wer verpeilt, dass wir ja noch eine Nacht bleiben… Tja – Pech!

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Ich behalte den abendlichen Himmel mit den sich ständig verändernden Wolken im Auge, später steht der Vollmond über dem Meer. Noch ein Schlückchen Rotwein, lecker. Rückschau? War nicht perfekt hier. Aber das wäre ja auch langweilig gewesen!

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Snekkerdingsda

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Na endlich! Der letzte zusammenhängende Zipfel Urlaub steht ins Haus. Und das Ziel ist in 8 Stunden Fahrzeit – und damit im Gegensatz zu Gimsøy, Gisløy oder Abisko fast in Sekundenschnelle – erreicht! Nur kennt den Zielbahnhof nicht mal die Mitarbeiterin der DB, die uns aber immerhin die Tickets nach „Snekker… dingsda“ verkauft – weil zumindest der Computer den Weltbahnhof Snekkersten kennt. Von hier aus geht es zu Fuß noch gut einen Kilometer nach Skotterup, wo wir uns für eine Woche im Hotel „Brinkly“ eingemietet haben. Selbiges ist urig, altehrwürdig, gemütlich – aber ich erkenne SOFORT nach Bezug des Zimmers den durch nichts auszugleichenden Nachteil: das Zimmer ist furchtbar laut, weil die Fenster zur Straße hinaus gehen. Reisende(r), kommst du ins „Brinkly“, buche NIEMALS Zimmer 10 oder 11. Auch das Verrammeln der Fenster wird dir nichts helfen; du wirst dich schlaflos im Bette wälzen und innerlich für deine eigene Dusseligkeit ohrfeigen oder du wirst die gesamte Reisekasse in Rotwein investieren, um dich in ein gewisses Stadium der Abgestumpftheit zu manövrieren.

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Da wir nun aber einmal hier sind, müssen gerechterweise auch die Vorzüge gelobt werden. Bis zum Meer ist es nur ein Katzensprung. Zu unserem Zimmer gehört ein großer Balkon. Gleich um die Ecke bietet sich hervorragende Gelegenheit, durch den Wald zu joggen. Die Herbergseltern sind äußerst hilfsbereit. Jeden Morgen steht ein leckeres Frühstück auf dem Tisch, so mit  zwei (oder drei ?) Sorten Scones, Vollkornbrot, noch warmen Frühstückseiern, Croissants, großer Obstschale, Brotbelägen, hausgemachten Marmeladen, frisch aus der Pfanne gehüpften Eierkuchen, Mini-Gläschen mit Joghurt und Knuspergebrösel obendrauf, Pain au chocolat… Wir müssen nicht hungern! Nachmittags steht der Wasserkocher bereit, und wer will, kann Tee oder Kaffee aufgießen und dazu Kekse aus der metallenen, herzförmigen Dose naschen oder ein Gläschen Dessert leer futtern. Gleich am zweiten Tag kommt nur für uns der TV-Fachmann, weil wir den Fernseher nicht zum Laufen bringen, mein Reiseleiter aber gern an der Leichtathletik-WM in Peking teilhaben möchte…

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Wir haben eine gute Ausgangsposition für verschiedenste Unternehmungen. Gleich unser erster Tag beschert uns traumhaftes Wetter; wir wandern bis Nivø und besuchen auf dem Rückweg das Museum für moderne Kunst „Louisiana“, wo uns die (Un-)Menge an Bildern, Grafiken, Fotos, Videos, Stoffarbeiten, Skulpturen, Installationen… fast erschlägt, zum Glück aber der Garten zum Verweilen und das Museums-Café zum Genießen einlädt.

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Am Montag geht es zu Fuß nach Helsingør, das nur ein paar Kilometer entfernt liegt und locker mit einem Spaziergang erreicht werden kann. Helsingør hat ein schönes historisches Zentrum, aber auch einen ziemlichen Bedarf, dieses zu restaurieren und aufzuhübschen. Wir besuchen das Gelände  von „Kronborg Slot“, wo Herr Shakespeare dereinst seinen Hamlet agieren ließ, und anschließend das „Øresundakvariet“. Hier sind wir vor allem von einem großen Oktopus fasziniert. Speziell ich bin froh, dass wir eine Glasscheibe zwischen uns haben. Obwohl die Anlage wirklich sehenswert ist, fällt uns schon auf, wie viele Tiere mit dem wenigen Platz in so einem Aquarium auskommen müssen. Immerhin enden sie nicht als Fischstäbchen in der TK-Truhe – wenigstens etwas…

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Schließlich müssen natürlich noch Kaffee und Kuchen sein – logo! Wir besuchen „Fru Bjerg’s Konditori“ und: hmmm… Schaut selbst!

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