Stormvær

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Hei hei mal wieder aus dem hohen Norden! Unsere Jubelfeste sind nun bereits vor über zwei Wochen aufs Angenehmste verbracht worden (auch an dieser Stelle allen Mitfeierern nochmals unser Dankeschön!), der 3. Februar kommt und wir machen uns nach einem halben Arbeitstag am Freitagabend auf die Strümpfe  gen Norden. Gleich um das Erreichen des ersten Zuges müssen wir allerdings bangen, denn in der City ist ein herrenloses Gepäckstück gefunden worden und steht nun im Verdacht, Sprengstoff zum In-die-Luft-jagen des gesamten Tarifbereiches AB zu beinhalten *augenverdreh*. Letztlich hatte wohl nur jemand keine Lust auf’s Waschen und Bügeln und hat sich einfach seiner Dreckwäsche durch Koffervergessen entledigt… Zehn Minuten vor der geplanten Abfahrt jedenfalls rödeln dann doch noch  zwei große und zwei kleine Rucksäcke mit dazwischen geklemmten Fast-Urlaubern auf den Bahnsteig. Und ab!

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Hamburg-Kopenhagen-Stockholm-Boden-Narvik-Tromsø heißen die Anreisestationen entlang der ca. 1300 km (Luftlinie) hier herauf. Leider verläuft unsere Reise etwas anders als gedacht – anstelle sich am Winter und den leckeren Hotelfrühstücken in Narvik und Tromsø zu erfreuen, liegt erst die Reiseleitung mit Bauchgrimmen flach (und zwar so, dass wir einen Tag in Narvik dranhängen müssen) und dann in Tromsø meine Wenigkeit. Von meinem Segelflugversuch, weil sich der Kreislauf anschließend einer gemeinschaftlichen heißen Dusche verweigert, mal zu schweigen 😕. Schließlich gehen wir aber auf die Zielgerade und schweben bei „Lauklines Kystferie“ ein.

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Unsere Hütte heißt nach einem Inselchen hier in der Nähe „Sessøya“ und ist sehr gemütlich! Große Terrasse direkt zum Kattfjord; der Ausblick ist phantastisch, die Ruhe herrlich. Schon auf der Fahrt hierher bewundern wir Schnee, Eis und das Dämmerungsrosa, dass an diesen Februartagen fast noch den ganzen Tag über vorherrscht. Die Sonne steht tief, so dass man 12 Uhr meinen könnte, es wäre bereits 16 Uhr… bis Samstag werden wir mit Winter vom Feinsten verwöhnt, doch dann ist echt Schluss mit lustig.

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Sturm zieht auf, es regnet wie aus Eimern. Binnen kurzer Zeit ist der Schnee um ‚Lauklines‘ herum futsch. Kaum zu glauben: alles weg! Der Kattfjord wird ordentlich aufgewühlt, die Wellen tragen Schaumkämme heran und brechen sich neben der Terrasse so heftig am Ufer, dass das Wasser bis an die Fenster spritzt. Entsprechend ist die Geräuschkulisse! Der lange Bootssteg hinter der Rezeption hüpft auf und nieder und wiegt sich auf den Wellen.

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Und der Sturm rüttelt am Häuschen, als ob er es gern davon tragen würde. Schafft er aber zum Glück nicht. Unglaublich ist, dass man sich auch an solch einem Tag vom Frühstück bis zur Kaffeezeit ohne Pause mit dem Fotografieren beschäftigen kann! Kaffeezeit? Da war doch was – Urlaub… hmmm… ach ja: Zeit für leckere Plattenhoppser! Und da ich in weiser Voraussicht die letzte „Hembakat“ als Reiselektüre eingepackt habe, versuch ich mal

POTATISPANNKAKOR

350 g Kartoffeln

120 g Mehl

1/2 TL Natron

1 Prise Salz

300 ml Milch

2 EL Joghurt naturell

1 EL Zucker

2 Eier

1 EL zerlassene Butter

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Kartoffeln schälen und in leicht gesalzenem Wasser weich kochen.

In der Zwischenzeit Mehl (ca. 1 EL zurückbehalten), Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. 1/2 der Milch dazugeben und alles glatt rühren. Die restliche Milch, Eier und den Joghurt dazu geben und glatt rühren. Schließlich die gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpressse zum Teig geben, ebenso die zerlassene Butter (DIE muss natürlich nicht durch die Kartoffelpresse!).  Das zurückbehaltene Mehl mit dem Natron mischen und zum Teig geben, alles klümpchenfrei verrühren. Der Teig wird einigermaßen flüssig, die Pannkakor laufen in der Pfanne etwas auseinander (sonst passen fünf Stück in die Pfanne, jetzt nur drei).

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Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und nacheinander 18 Pannkakor ausbacken. Den Teig habe ich mit so einem großen Pfannenlöffel portioniert (1 knapper Löffel Teig pro Plattenhoppser). Die, die schon fertig sind, im Herd warm halten. Sind alle gebacken, kommen sie mit Joghurt und Schwarze-JoBeer-Marmelade, Zimt und Zucker oder – wir sind schließlich in Norwegen! – mit einem Klecks gesalzener Butter und einem Scheibchen Karamellkäse („Brunost“) zu einem Kaffee mit Reiseschneebesenschaum auf den Tisch.

Vel bekomme!

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4 Kommentare zu “Stormvær

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