Vive la Chefin

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Kaum zu glauben, dass das schon wieder zwei Wochen her ist: Heimfahrt-Wochenende! Ein Wochenende im Heimatstädtchen bei der lieben Chefin steht an. Ich freue mich. Ich nehme wie fast immer einen freien Freitag, denn so ein Wochenende ist doch empfindlich kurz. Ich werde wie immer am Bahnhof in Empfang genommen. In der Chefinnen-Küche ist, wie immer, der Frühstückstisch gedeckt, noch kurz den Kaffee aufbrühen und… aaaah… Wochenende! Wir lassen uns Brötchen und Croissant schmecken, verkosten gegenseitig die  neuesten Marmelade-Kreationen wie z. B. Quitte-Mango mit Ingwer, und tratschen los.

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Ansonsten werde ich mit einem großen Korb voller Walnüsse überrascht, mit leckeren Nugat-Prallis (die ich mir selbst nicht leiste – zu gefährlich!) und kuscheligem Eulenzuwachs für die heimische Sofa-Ecke. Im Gegenzug drapiere ich Kostproben der überneulichen Kürbiskochauswüchse auf dem Couch-Tisch, außerdem neue Cookies (Lakritz-Cranberry) und Marc-de-Champagne-Trüffel, die im Heimatstädtchen nicht mehr erworben werden können, seit der Supermarkt, der all die schönen Sachen bietet, erst die Förderung für das Eröffnen kassiert und dann nach einigen Jahren wieder geschlossen hat und nun leersteht.

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Nach dem Frühstück spazieren wir eine Runde durch das Städtchen, und wie immer trifft die Chefin jemanden zum Parlieren. Bei  „Frau Pusteblume“ kaufe ich einen herbstlichen Blumenstrauß, ganz in violett: Rosen, Dahlien, Chrysanthemen, dazu einige Gräser. Mir gefällt er, der Chefin auch. Na bitte!

 

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Das Café unseres Vertrauens hat leider urlaubsbedingt geschlossen, so dass wir für den Nachmittag beim Bäcker vorsorgen müssen und uns mit Mohnkuchen und Seezungen eindecken. Allerdings nur für den Freitagnachmittag. Denn für den Samstags- und Sonntagskaffee wird selbst gebacken. Logo! Weil die Chefin soooo fleißig soooo wunderbare Äpfel aufgesammelt hat, wäre es doch sträflicher Leichtsinn, nicht soooo leckeren Apfelkuchen zu backen.  (Am Samstag spazieren wir übrigens zu dritt wie von Zauberhand an dem bewussten Apfelbaum vorbei und sammeln… und sammeln… und futtern gleich vom Baum… es ist herrlich! Ein Körbchen mit Apfelberg nehmen wir am Sonntag mit nach Hause.)  

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Zwei Rezepte hab ich dabei; es wird ein Apfelkuchen aus „Vollwertbäckerei aus dem Fläming“ (allerdings leicht abgewandelt): Saftig und aromatisch – ein Gedicht.

APFELKUCHEN MIT ZIMTGUSS

Boden:

80 g Honig

80 g Butter

1 Ei

1 Prise Salz

200 g Weizenmehl

2 TL Backpulver

50 g gemahlene Haselnüsse

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Die Zutaten für den Boden zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig gleichmäßig ausrollen und in die Form legen, dabei einen Rand hochziehen (vielleicht 2 cm). Herd auf 180°C vorheizen.

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Füllung:

500 g würzige Äpfel

Saft zweier Zitronen

100 g getrocknete Cranberries, mindestens 1 Std. in Calvados eingeweicht

1 TL brauner Zucker

1-2 TL Stärkemehl

Die Äpfel grob reiben, sofort mit dem Zitronensaft vermischen. Überschüssigen Zitronensaft ggf. abgießen (und dann z. B. mit Wasser auffüllen und trinken). Die Cranberries zugeben, zum Schluss den mit dem Stärkemehl vermischten Zucker zugeben.

Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und alles 15 Minuten backen.

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Guss:

2 Eier (getrennt)

80 g Honig

200 g saure Sahne

1 TL gemahlener Zimt

Eigelbe und Honig schaumig rühren, die saure Sahne dazugeben und alles vermischen, dann den Zimt per Schneebesen unterrühren. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und den Eischnee unter den Guss heben, den Guss nach Ablauf der 15 Minuten auf der Apfelmasse verteilen. Weitere 20 Minuten backen lassen. Während der Backzeit Vorfreude entwickeln – denn der Kuchen duftet aufgrund des Honigs in Teig und Guss wirklich phantastisch!

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Auskühlen lassen und dann auf eine Tortenplatte heben. Endlich wieder eine Kerze auf den Kaffeetisch stellen, Milchkaffee bereiten. Liebe Menschen zum gemütlichen Kaffeetrinken um den Tisch platzieren und einfach nur genießen.

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2 Kommentare zu “Vive la Chefin

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