Ostern… gegessen!

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Och mööönsch. Lag nicht gerade noch das lange Wochenende vor uns in seiner ganzen Schönheit und Pracht? Und nu? Sssst…! Vorüber. Sogar schneller als gedacht. Über Sinn und Unsinn der Umstellung auf Sommerzeit lässt sich streiten, aber es ist müßig, denn sie ist wieder über uns gekommen, ob wir es wollen oder nicht. Trotz geklauter Stunde  – oder gerade deswegen! – nutzen wir die Zeit optimal. Es werden morgendliche Karfreitags-Pancakes mit Holunderbeeren gebacken. Wir frühstücken am Samstag in unserem schönen Café um die Ecke; leider gibt es ausgerechnet an diesem Tag nicht den von mir hochgeschätzten Stachelbeer-Streuselkuchen (Knusperstreusel sag ich nur!) Ich schmolle. Back ich mir eben selbst was Schönes, bäääh! Leider ist der mit soviel Mühe bereitete Nusszopf nach einem Rezept aus der „Veganen Lunch-Box“  am Karfreitag – gelinde gesagt – misslungen. Der Hefeteig, schön mit frisch gemörsertem Kardamom gewürzt: perfekt. Aber die Füllung – nee, nee und nochmals nee. Manschig-pampig und viel zu viel. Seit das Entstehen blühender Landschaften nicht mehr zu stoppen ist frage ich mich, ob irgendwer ein Rezept auch testet, bevor sie oder er es anschließend in Koch- oder Backbüchern niederschreibt. Tssse. Leider muss der Zopf entsorgt werden, ich bringe nichts davon herunter. Her mit einem richtig tollen Osterrezept! Am Samstag knete ich erneut Kardamom-Hefeteig, lasse ihn ordentlich aufgehen, rolle ihn aus und streiche eine Mische aus Butter, Rohrzucker, Zimt und etwas frisch gebrühtem Kaffee auf.

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Zur Rolle geformt, in Scheiben geschnitten und in die Muffinsförmchen gesetzt, wachsen im Herd wunderbare würzig-süße Schnecken heran, die uns und vor allem mich über die Backschmach des vorigen Tages trösten.

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Der Ostersonntag zeigt sich dann von seiner sonnigen, frühlingshaften Seite. Wir gießen frisch gebrühten Kaffee in die Thermoskanne, schmieren Brötchen, frühstücken in der Bahn und starten gestärkt in Müncheberg zu unserem Osterspaziergang 2016 durch die Märkische Schweiz: Müncheberg-Dahmsdorf-Münchehofe-Waldsieversdorf-Müncheberg. Die Sonne lacht und wir entdecken Löwenzahn, Huflattich, Veilchen, erste Zitronenfalter… zeitweise sind wir wirklich ganz für uns, als die Strecke nur noch über Waldwege führt. Da wir hurtigen Schenkels unterwegs sind, wird uns ganz schön warm unter den Jäckchen, und nach gut drei Stunden erblicken wir, bis obenhin voller Sonnenschein, wieder den Bahnhof Müncheberg. Ab nach Hause! Hier warten Badewanne (herrlich) und Zimtschnecken und Kaffee (noch viel herrlicher) auf uns, außerdem unser Sofa und später, nach einem würzigen Quinoa-Chili, ein gemütlicher Rotwein-Abend.

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Na und heute? Schon der letzte freie Tag… Ich tröste mich damit, dass wenigstens die Woche eine kurze ist. Wir düsen ins „Kaffeehaus Kuchenrausch“; hier ist es kurz nach 9 Uhr noch gähnend leer, wir haben die freie Platzwahl. Kaffee, Käsefrühstück, Obstsalat, Müsli… alles mundet prima, vor allem aber das anschließend geteilte Stückchen Schokoladen-Sanddorn-Torte. Oh la la! Lecker! Allerdings sind wir anschließend pappesatt und beschließen die Heimreise ausschließlich zu Fuß.

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Und auch heute Sonne, Sonne, Sonne; aber ein ziemlicher Wind zaust an uns. Vor Ort nur ganz kurz in der Wohnung vorbeigeschaut und nochmal raus in die Frühlingsluft. Letztlich sind wir insgesamt beinahe so lange unterwegs wie gestern. Auch heute kommen wir voller Sonne nach Hause und außerdem noch dermaßen was von gut durchgelüftet… herrlich. Und ich nehme elanvoll Anlauf auf das letzte kulinarische Highlight dieser Ostertage:

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ZUCCHINI-GALETTE

250 g Mehl (Hälfte Buchweizen, Hälfte Dinkel- oder Weizenvollkorn)

125 g Butter

Salz

2-3 Essl. kaltes Wasser

Aus den angegeben Zutaten  einen glatten Teig kneten und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

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150 g dicke saure Sahne (Lobetaler mit 20 % Fett macht sich gut)

1 Knobi-Zehe

frischer Thymian nach Geschmack

Salz, Pfeffer

1 mittelgroße Zuchhini

100 – 150 g Ziegengouda

Die Knobizehe ganz fein würfeln oder zerdrücken, mit abgezupften Thymianblättchen zur sauren Sahne geben, kräftig mit Salz würzen und glatt rühren. Die Zucchini in feine Scheiben schneiden, den Käse in kleine Würfel schnibbeln.

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Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, den Herd auf 180 °C vorheizen. Den Teig auf Backpapier zu einer großen gleichmäßig dicken, runden Platte ausrollen. Das Backpapier auf das Blech ziehen. Die saure Sahne aufstreichen, dabei aber einen 4 cm breiten Rand lassen. Die Zucchinischeiben gleichmäßig auf der Füllung verteilen, mit abgezupften Thymianblättchen bestreuen, pfeffern und die Käsewürfel aufstreuen. Den freigelassenen Teigrand über das Gemüse schlagen. Wer möchte, bestreicht den Teigrand nun noch mit verquirltem Ei. Dann ab in den Herd damit! So ca. 40 Minuten bleiben euch jetzt Zeit, um Vorfreude auf das Leckerli zu entwickeln oder als Vorspeise schon mal ein Schoko-Ei zu naschen.

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Wenn die Galette langsam goldbraune Farbe annimmt, dürfte sie gut sein. Herausnehmen und vielleicht noch einen Moment ruhen lassen, denn frisch aus der Röhre ist sie doch noch recht weich. In Stücke schneiden, vorsichtig auf die Teller heben. Wers braucht,  kann ja Blattsalat dazu mümmeln. Ich will aber das Essen nicht mit grünem Gerümpel verderben, daher kommt das Schmankerl pur auf die Teller. Hmmm….

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Winke-winke Ostern 2016!

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2 Kommentare zu “Ostern… gegessen!

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