Zwei tolle Tage – eine Fete

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Kaum verblasst die Erinnerung an die Schlemmerei um Weihnachten und Jahreswechsel herum, gerade erst kommt der Januar mit seinen guten Vorsätzen in Fahrt… schon dämmern nächste Events herauf. Eigene und anderer Leute Disziplin wird auf eine harte Probe gestellt im Angesicht unserer Jubelfeste – auch in diesem Jahr direkt aufeinanderfolgend. Positiv daran natürlich – wir feten in einem Abwasch (und die Gäste müssen – oder dürfen? – sich nur einmal dem Kalorienbeschuss stellen…). Anschließend lehnen wir uns entspannt zurück und lassen uns die restlichen elf Monate selbst zu Börsdee-Events einladen.

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Der Wecker klingelt allerdings auch an solchen Tagen 5 Uhr morgens – ich habe zwar frei, aber: ZU gut soll es mir ja auch nicht gehen. Mein lieber Reiseleiter erfreut mich mit wunderbaren Blumen und u. a. einem Geschenk-Abo der „Hembakat“! Juchu!!! Doch als er Richtung Job abdüst, heißt es für mich erstmal: fleißig sein. Ich lege einen Tag „Heimarbeit“ ein. Nee nee, nicht Akten zu Hause hin und her schleudern. Die Küche wird in ein Schlachtfeld verwandelt, ich bin mit Mehl bestäubt wie ein Bäcker…

7:30 Uhr klingelt es Sturm. Klingeln mit dem Bleidaumen auf dem Knopf – das mache doch eigentlich immer nur ich. Oder…? Jawoll! Ich spurte zur Wohnungstür und lasse Icke herein! Große Freude!!! Ich werde mit Rosen und guten Wünschen bedacht, werfe im Gegenzug die Kaffeemaschine an und poliere anlässlich des hohen Feiertages zwei Sektflöten auf Hochglanz (also: fast auf Hochglanz). Ein Frühstück wandert auf den Tisch, Rosé-Sekt in die Flöten und der Milchkaffee in die Pötte.

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Prösterchen auf den Tag, an dem Chefin und Chef unser Kennenlernen möglich gemacht haben! Zwei Stunden gönnen wir uns, dann flutet Icke beschwingt ins Büro und ich… schlurfe zurück in mein Küchen-Chaos. Bei dem Gedanken allerdings an das, was auf die samstägliche Kaffeetafel wandern soll, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Hmmm. Ach so – was das ist? Nur Gesundes natürlich. Nüsse (Mineralstoffe). Milchprodukte (Kalzium). Honig (Proteine, Enzyme). Butter (DAS naturbelassene Lebensmittel schlechthin). Na eben

ENGADINER NUSSTORTE

Mürbeteig:

300g Mehl

50 g Zucker

1 Prise Vanille-Salz

175g Butter

1 Ei

Aus den genannten Zutaten einen glatten Mürbeteig kneten (falls zu krümelig: einen Esslöffel kaltes Wasser unterkneten). In Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Dann den Teig dritteln. Eine quadratische Springform fetten und mit Backpapier auslegen. 1/3 des Teiges der Form entsprechend ausrollen, den Boden der Springform damit auslegen. Das zweite Drittel zu Rollen formen, an den Rand der Springform legen und ca. 4cm Rand andrücken. Das letzte 1/3 des Teiges auf Backpapier als Teigdeckel ebenfalls der Form entsprechend ausrollen und mitsamt in den Kühlschrank legen, ebenso die mit Teig ausgekleidete Springform in den Kühlschrank stellen.

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Jetzt wird es interessant und frau muss die Nerven behalten. Karamell kochen und anschließend zu einer Nussfüllung rühren ist angesagt! Dazu brauchste:

300g Walnusskerne, grob gehackt

250g Zucker

200ml Schlagsahne (stilgerecht ist hier natürlich echte Schweizer Sahne…)

2-3 Essl. Waldhonig

Erst mal eine schön schwere Pfanne mit dickem Boden auf den Herd wuchten. Ist das geschafft, wandert der Zucker mit 3 Essl. Wasser rein. Gänzlich ohne Rührung (also: ohne Löffel-Rührung) aufkochen und alsdann bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Hat frau den Zucker nun endlich soweit, die Sahne zugeben. Nicht verzweifeln, denn das schöne Karamell ballt sich SOFORT zu einem Riesentoffee zusammen. Heul! Aber – jetzt heißt es, die vorhin eingesparte Rührung zum Einsatz zu bringen. Rühre rühre… und zwar so ca. 12-15 Minuten. Ich versichere, dass der Riesentoffee sich tatsächlich in einer gewissen Sämigkeit löst!

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Jetzt ist es Zeit für die Walnüsse, den Sprung in die Pfanne zu wagen. Die, die zu feige dafür sind, müssen leider geschubst werden, der Honig fliegt hinterdrein. Geschafft! Mit einem Holzlöffelchen wird alles gut vermischt und muss nun etwas abkühlen.

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Schon mal den Herd auf 200°C vorheizen. Dann – nicht, ohne vorher zu kosten, ob die Nussmasse auch wirklich, wirklich gut schmeckt (sie schmeckt!) – diese auf den vorgekühlten Teigboden löffeln und gleichmäßig verstreichen. Überstehenden Teigrand über die Nussfüllung klappen, mit Wasser bestreichen. Den Teigdeckel auf die Füllung legen und mit einer Gabel den Rand gut festdrücken.

Was jetzt noch kommt, ist wirklich pillepalle. Die Torte kommt auf die zweite Schiene von unten in den Herd. Von gewisser Wichtigkeit ist es, den Kurzzeitwecker auf 20 Minuten einzustellen und den Countdown auch tatsächlich zu starten. Dann steht einem Päuschen auf dem Sofa nix entgegen und frau kann sich in Gedanken schon mal das erste cremige Stück in den Schlund schieben, haaach…  tatsächlich goldbraun und herrlich mürbe hüpft die Torte nach den 20 Minuten aus der Röhre auf das Kuchengitter. Und am nächsten Tag in Kleinstwürfel geschnitten auf die Kaffeetafel.

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Nicht, dass ich unseren Gästen keine großen Kuchenstücke gönne. Aber, wie soll ich sagen, irgendwie machen die Würfel SÜCHTIG!!! Und es ist doch viel befriedigender, wenn noch ein zweites Stück in den Bauch passt. Und ein drittes. Und vielleicht noch ein ganz kleines. Und der große Karamell-Krümel da, der war runtergefallen, das hab ich deutlich gesehen!!!

 

 

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