Gekräutert!

Wir kriegen einen Schlafgast. Genauer: eine Gästin. Eine seit 5 Jahren nicht gesehene Gästin! Und zwar von weit her. Aus dem Norden. Am vergangenen Donnerstag machen der Gemahl und ich uns auf die Socken zu einem Ort der Stadt, den wir gemeinsam noch nie besucht haben – zum Flughafen! Dort schwebt 19:35 Uhr ein Flieger aus Oslo ein und entlässt meine Studienfreundin in die kühle und vor allem regengeschwängerte Abendluft.

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Sie soll sich ja wettertechnisch schließlich auch nicht umstellen müssen… Leider werden wir uns nicht allzu lange sehen, nur den Donnerstagabend und dann am Freitagmorgen, denn sie hat ein straffes Programm für das Wochenende in unserer City vor sich. Aber die Zeit nutzen wir gut, bekiekern Fotos, schwatzen viel und schwelgen in Erinnerungen. Wir haben uns selbstredend bemüht, unserer Gästin einen netten Kurzaufenthalt bei uns zu bescheren, haben Flusen gejagt, Elch-Bettwäsche aufgezogen und das Gästezimmer von Spinnweben befreit – dort hat seit Mai 2010 kein Gast mehr die Sofapolster platt gedrückt. Und natürlich soll es  noch etwas Leckeres zum späten Abendbrot geben, etwas, das sich leicht vorbereiten lässt und (hoffentlich) allen schmeckt. Und so tischen wir Tellerchen mit Käsewürfeln und Peperoni-Oliven auf, dazu Holunder-Chutney und Radieschenblätter-Pesto – beides selbstredend eigener Fertigung -, natürlich Rotwein und äußerst leckeren

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KRÄUTER-SCHMANT-BLECHKUCHEN

250 g Dinkelvollkornmehl

250 g Weizenmehl (Type 550)

1 Tütchen Trockenhefe

1 gestrichenen TL Salz

50 ml neutrales Öl

380 ml Milch

2 Zwiebeln und Öl zum Braten

1-2 Bund gemischte Kräuter: Salbei, Oregano, Thymian, Rosmarin…

(mediterrane Kräuter eignen sich für meinen Geschmack am besten)

2 Eier

250 g Schmant

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Mehl, Trockenhefe und Salz mischen und mit Öl und Milch zu einem glatten Teig kneten. Gut aufgehen lassen.  In der Zwischenzeit die Zwiebeln pellen und in Ringe schneiden sowie in Öl anbraten.

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Die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Schmant mit den Eiern, Salz und Pfeffer verrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Herd auf 180°C vorheizen. Den aufgegangenen Teig kurz durchkneten, auf Blechgröße ausrollen und natürlich auch auf das Blech legen. Den Teig mit den Kräutern und danach mit den angebratenen Zwiebelringen bestreuen.

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Schließlich den Guss gleichmäßig darüber verteilen und ab in den Herd damit. Backen, bis der Teig goldbraun wird – das dauert eine knappe halbe Stunde.  Hmmm. Der Kuchen duftet verführerisch, aber es ist doch erst Mittwoch… phhh: na und. Es muss doch verkostet werden, ob wir unserer Gästin so etwas überhaupt anbieten können! Koste koste. Mmpff. Wir können.

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Auskühlen lassen, mit Klarsichtfolie abdecken, evtl. auch noch mit Alufolie (der Zwiebelduft…) und in den Kühlschrank damit. Nun braucht er bei Bedarf nur noch einmal kurz aufgeknuspert werden und mundet vortrefflich, wie ich ganz unbescheiden finde.  Übrigens fliegt mir aus Oslo die neueste „Hembakat“ zu, und ich griene voller Freude über das ganze Gesicht. Außerdem sind wir begeistert über einen leckeren Rotwein: „The Chocolate Block“. Den GENIEßEN wir am heutigen Samstag und rufen unserem Besuch ein großes Tysen takk zu! Großes Dankeschön!!!

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4 Kommentare zu “Gekräutert!

  1. Der herzhafte Blechkuchen sieht echt lecker aus… Schön zwiebelig. Man kann quasi den Kuchen riechen, wenn man deinen Beitrag liest und die Bilder sieht. Ich freu mich schon auf’s nachbacken 🙂

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