Beinah völlig blau

Hallöle, der Herbst ist da! Und mit dem Herbst wird eine Welle von Geburtstagen herangespült: die Kollegin aus dem Nachbarbüro z. B. feiert ihren Jubeltag,

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in der Schweiz gibt es ein „Hoch soll er leben“, unsere Spandauerin schleicht sich ein Jahr näher an die Rente heran und auch in des Gemahls Büro gibt’s einen Börsdee zu feiern. Ich bin aufgefordert, für die Büro-Fete einen Kuchen zu backen. Das war lange nicht da, und so will ich mir natürlich besonders viel Mühe geben. Will mich/ uns ja nicht blamieren! Denke denke denke… erst tendiere ich dazu – weil das Team u. a. zwei Veganern Zuflucht gewährt – einen Veggie-Kürbis-Kuchen backen. Erfahre dann aber, dass 50% der Veggie-Fraktion abwesend sein wird. Ach so. Nööö. Dann doch nicht. Noch nie gemacht. Risiko des Nicht-Gelingens ist mir zu groß, und ich vertage die Veggie-Back-Aktion auf ein Wochenende, wo ich in Ruhe und erstmal nur für uns beide teste, wie so ein Kuchen ge- oder misslingt. Die Alternative? Blaubeerkuchen! Das Rezept habe ich aus einem „Lecker Bakery“-Heft von 2013 gefischt. Sieht gut aus. Klingt angemessen ungesund. MUSS schmecken!

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BLAUBEER-KOKOS-KUCHEN

400 g (Veggie-) Butter

250 g + 80 g Zucker

4 Eier

500 g Mehl

2 gestrichene TL Backpulver

1 Prise Salz

Saft von 3 Limetten

2 Gläser (je 720 ml) Blaubeeren

60 g Speisestärke

250 Kokosraspel

200 g Crème double

200 g Schmant

Ein tiefes Blech fetten und mit Mehl ausstäuben, den Herd auf 175°C (Umluft: 150°C) vorheizen.

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Butter und 250 g Zucker cremig rühren, nach und nach die Eier zugeben. Mehl, Salz und Backpulver mischen, über die Buttermasse sieben, unterrühren. Den Teig auf das Blech geben und glatt streichen/ drücken. Im vorgeheizten Herd 20 Minuten vorbacken.

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Von den Heidelbeeren soviel Saft abnehmen, dass die Stärke damit glatt gerührt werden kann. Die Heidelbeeren mit dem übrigen Saft und dem Limettensaft aufkochen, mit der Stärke binden und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Von der Herdplatte nehmen und etwas auskühlen lassen.

Kokosraspel, 80 g Zucker, Crème double und Schmant verrühren.

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Das Blech mit dem vorgebackenen Teig aus dem Herd nehmen, das Kompott darauf geben und verstreichen. Ich finde ja, dass das Rezept eine ziemlich große Menge Kompott vorschlägt. Wenn ihr meint, das Maß – ähm: der Teig ist voll, lieber nicht alles verwenden. Wer mutig ist, kippt alles drauf. Die Kokosmasse darüber verteilen. Das Blech wieder zurück in den Herd schieben und weitere 20 – 25 Minuten backen. Im Rezept stehen zwar nur weitere 15 Minuten, aber das hat bei mir keinesfalls gereicht! Einfach den Kuchen im Auge behalten und instinktiv im richtigen Augenblick aus dem Herd reißen.

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Auskühlen lassen und am nächsten Morgen den ca. 10.000 kcal traurig hinterher winken. Denn selbstredend darf der Kuchen nicht angeschnitten „ausgeliefert“ werden – wie sieht DAS denn aus!

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Aber: Juchu! Die Feiergemeinschaft schwächelt… und mit dem Blech reist ein schmaler Kuchenstreifen zurück in den Feierabend, zurück zu mir. Der morgige Frühstückskaffee ist gerettet!

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