Hurra…

… die neue „Sweet dreams“ ist da! Ich muss sie sofort kaufen. Ich werfe alle Pläne für Scones mit Clotted Cream (liebe Kleene: am Sonntag ist Vollzug geplant – versprochen!) über den Haufen. Ich blättere drauf los. Hmmm. Sieht das alles GUT aus. Avocado-Brownies? Haselnuss-Schokoladen-Muffins? Müsli-Riegel mit rosa Pfefferbeeren? (Die Torten sind für mich nur zum Angucken. Und zum Essen erst dann, wenn die Kleene sie gebacken und mich zum Futtern eingeladen hat.) Neee… Kürbis muss her, Kürbis.

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KÜÜÜÜÜRBIS! Ich erwerbe umgehend einen Hokkaido-Kürbis für Kürbispüree (Kürbis gut waschen, klein schneiden, mit wenig Wasser weich garen und dann mit dem Pürierstab durchmähen) und sehe vor meinem geistigen Auge die heimischen Backvorräte durch. Ich schlecke schon in Gedanken an dieser unglaublichen Zuckerbombe. Die erinnert an Urlaub in Norwegen, Schweden, Dänemark, so mit Hefeteig, Gewürzen wie Zimt, Vanille und Kardamom. Und Ingwer (der ist, zugegebenermaßen, nicht skandinavisch). Oh manno. Ich fliege in die Küche und blende alles andere aus. Der Gedanke, einen so schönen Kuchen wie im Heft rühren zu wollen, beflügelt mich. Den Gedanken, wie ungesund det Zeuch ist, verdränge ich äußerst erfolgreich. Um was es eigentlich geht? Na um die

RIESEN-KÜRBIS-ZIMT-HEFE-SCHNECKE

360 g Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

50 g Zucker

115 ml lauwarme Soja-Vanille-Milch

150 g Kürbispüree

1 Essl. Kürbiskernöl

1/2 TL Vanillesalz

2 TL Zimt

1/2 TL gemahlenen Kardamom

frisch geriebenen Ingwer

100 g Butter

170 g brauner Zucker

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Zuerst eine 26er Springform mit Backpapier und ein Kostproben-Muffin-Förmchen mit einer Muffins-Manschette bestücken.

Die trockenen Zutaten mischen und mit Milch, Öl, Kürbispüree und 75 ml Wasser zu einem glatten Teig verkneten. 60 Minuten ruhen und aufgehen lassen. Nochmals durchkneten. Hier folgt bei mir der erste Moment der Ernüchterung: Häää, der Teig hat ja eine beinahe suppenartige Konsistenz…? Wasser vielleicht beim nächsten Mal also lieber weglassen…? Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass eigentlich noch ein Ei rangehört hätte, zu spät, egal. Dafür knete ich jetzt weitere 100 g Mehl unter und bestreue auch die Arbeitsfläche mit reichlich Mehl. Mein Teig klebt doch mächtig gewaltig!

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Trotzdem schaffe ich es, den Teig 7mm dick zu einem Rechteck auszurollen. Geht doch! Die Teigplatte wird mit der Butter bestrichen und den 170 g Zucker bestreut. JETZT kommt allerdings was ganz Interessantes. Den Teig in 3-4 cm breite Streifen schneiden und FEST AUFROLLEN. Ääähm. Aufrollen is nich, denn: 3 cm breite Teigstreifen, gebuttert und dick bezuckert, aufrollen? Ich wurschtele irgendwie die Teigstreifen zu etwas Rollenartigem zusammen und lege sie dicht an dicht und schneckenförmig in die Springform. Der letzte Teigstreifen wandert in das Probier-Muffins-Förmchen.

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Jetzt muss alles erneut 40 Minuten ruhen/ aufgehen. Der Herd wird auf 180°C vorgeheizt und dann: ab mit der Springform. 15 Minuten abwarten, dann wird auch noch das Kostpröbchen nachgeschoben und der Kurzzeitwecker nochmals auf 15-20 Minuten eingestellt. Bei mir haben insgesamt 30 Minuten dicke gereicht.

Während alles bäckt, eine Glasur bereiten. Zutaten dafür?

200 g Puderzucker

100 g Frischkäse

Mark von 1/2 Vanilleschote

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Mit den Quirlen des Handrührgerätes alles cremig verrühren.  Kommt der Kuchen aus dem Herd, den Guss gleich auftragen. Im Rezept steht „und schmelzen lassen“.  Würde ich ja. Aber der Guss muss auch mitziehen! Macht er nicht. Sieht eben aus wie dicker Zuckerguss. Hmm. Muss ja keinem verraten, dass hier eigentlich was schmelzen sollte… Mal sehen, was der Kollegentest bringt?!

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Beim Aufschneiden heute Morgen bin ich enttäuscht: keine Spur davon zu sehen, dass ich mühselig eine Schnecke geformt habe. Sieht aus wie ein Rührkuchen mit Glasur und ist so weich, dass sich die Stückchen kaum vom Backpapier heben lassen.  Ab in die Dose, auf ins Amt. Von dort… bringe ich kein einziges Stück wieder nach Hause… noch Fragen?

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Nachtrag: Selbst ich muss sagen, dass die Glasur quietschsüß ist. Weniger (z. B. nur die Hälfte…) ist hier sicher mehr.

Auf dem Foto in der „Sweet dreams“ ist übrigens GAR KEINE Glasur zu entdecken.

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