Snekkerdingsda II

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… vorüber. Vorbei! Unsere kleine Urlaubsreise ist Geschichte. Aber so isses halt. Die Wetterfrösche kriegen von mir die rote Karte. Erst wird uns blauer Himmel und Sonne ohne Ende geweissagt, und dann… kommen Tage mit Wolken, Tage, an denen ich eine lange (!) Hose anziehen muss, Tage, an denen ich im „Louisiana“ meinen Pullover und die Schuhe mittels Handtrockner auf dem Damen-WC fönen muss (Pulli mit, Schuhe ohne Erfolg)…

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Wir starten einen weiteren Ausflug nach Helsingör, besuchen hier das Schifffahrtsmuseum. Selbiges entpuppt sich als unerwartet originell; es macht Spaß, hindurchzuschlendern! Natürlich geht es anschließend wieder in „Fru Bjergs konditori“ auf Apfelschnitte und ‚Onsdagssnegle‘. Unscheinbar, aber sehr lecker! Auf dem Rückweg in die Herberge treten wir ein wenig den Sandstrand breit, suchen und finden Mini-Hühnergötter und geschliffene Scherben. Icke hat sich Fotos in den Blog gewünscht – hier sind se:

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Die Herbergs-Chefin hat sich heute in der Küche voll verausgabt (beim Saugen des Flurteppichs oder Tischdecken im Frühstücksraum ausschütteln/waschen erlahmt der Elan dann aber leider ein wenig) und Blaubeertörtchen zum Verkosten bereit gestellt. Es gibt daher einen  Zweit-Kaffee und dazu weitere verwerfliche Kalorienbömbchen auf dem heute ziemlich zugigen Balkon.

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Der Donnerstag ist wettertechnisch der Super-Gau. Regen ist angesagt. Und Regen kommt. Reichlich. Höchste Intensität in dem Moment, in dem wir am weitesten von einer Unterstellmöglichkeit entfernt sind, nämlich auf halbem Weg zum Bahnhof. Die Regentropfen hüpfen auf den Schirm (das ist ja noch okee), fühlen sich aber auch auf dem Rucksack, in den Hosenbeinen, den Socken, den Schuhen, unseren Pullis… sauwohl. Wir sind klatschnass! Fahren aber trotzdem nach Humlebaek, um uns ein weiteres Mal der modernen Kunst zu stellen. Niemand soll uns nachsagen können, wir hätten es nicht versucht!

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Immerhin – siehe oben – kann ich im Museum einen Teil meiner Sachen wieder trocknen. Die Socken allerdings müssen ausgezogen und eingetütet werden – und den restlichen Tag sich die Schuhe mit nackten Füßen abfinden. Wir stopfen die Schuhe mit Servietten aus der Cafeteria aus, während wir uns barfuß ein Heißgetränk genehmigen. Dann drehen wir unsere Runde: Asger Jorn, Sonderausstellung Afrika, Alberto Giacometti… Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen; den Heimweg können wir regenfrei und zu Fuß antreten und darüber diskutieren, ob wir moderne-Kunst-tauglich sind oder nicht. (Ich glaube, eher nicht…?) Nach Rückkunft hänge ich die Socken im Zimmer auf; sie brauchen doch tatsächlich noch die ganze Nacht zum Trocknen.

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Und schon steht der letzte Tag in Snekkerdingsda vor der Tür. Dieser Tag verwöhnt uns auch wieder mit ein paar Sonnenstrahlen. Wir laufen erneut nach Helsingör, zuppeln am Automaten ein Ticket und setzen per Fähre nach Schweden über. In ca. 20 Minuten ist das geschafft. In Helsinborg waren wir über 20 Jahre nicht mehr, ich habe null Erinnerung an diese Stadt. Erstes Highlight: hier bekomme ich endlich meine ersehnte „Hembakat“ und dazu noch die „BAKA“. Juchu! Meine Schlappohren schleiften schon fast auf dem Boden, weil in Snekkerdingsda und Umgebung und nicht mal in Kopenhagen eine schöne Backzeitung zu erjagen war…

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Aber zurück nach Helsingborg! Eine schöne Promenade lädt zum Schlendern direkt am Meer ein; für Pflastermüde gibt es reichlich Gelegenheit, sich auszuruhen. Wir lümmeln uns bei nächstbester Gelegenheit ans Wasser, blinzeln in die Sonne und lauschen Wind und Wellen. (Segel-) Boote bewundern wir anschließend im Jachthafen. An der Strandpromenade ist ein modernes Wohnviertel entstanden – hier würden wir einziehen, so mit Meerblick… Sponsoren: bitte meldet euch!

Den ‚Kärnan‘ – Überbleibsel der einstigen Helsingborger Festung – gibt es auch noch. Für die Anstrengung des Hochkeuchens wollen wir aber kein Geld ausgeben und gucken daher nur von unten-außen. Die eingesparte Knete geben wir lieber und mit Begeisterung in der „Konditori Fahlman“ aus: Schokotarte mit Sahne, Nusstörtchen und Ananasbällchen, Alles rutscht sofort und vollständig von der Kuchengabel in den Hüftbereich, so Höhe Hosenbund. Aber: hmmm… und lecker! Wie wir das wieder loswerden, darum kümmern wir uns erst zu Hause.

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Und schon ist auch der letzte Tag herum. Interessant ist noch, dass bei unserer Rückkunft ein Schlüssel von außen (!) in unserer Zimmertür steckt (drinnen sind immerhin alle unsere Sachen) und am letzten Tag sich jemand bemüßigt fühlt, Bettwäsche und Handtücher zu wechseln. Vermutlich hat da wer verpeilt, dass wir ja noch eine Nacht bleiben… Tja – Pech!

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Ich behalte den abendlichen Himmel mit den sich ständig verändernden Wolken im Auge, später steht der Vollmond über dem Meer. Noch ein Schlückchen Rotwein, lecker. Rückschau? War nicht perfekt hier. Aber das wäre ja auch langweilig gewesen!

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