Keuch: Noch mehr Kirschen!

Det kann ja wohl nich wahr sein. Die Kollegin aus dem Nebenbüro fragt scheinheilig, ob wir denn am Wochenende zu Hause wären. Ähm… ja… werden wir etwa zu einer Champagner-Party eingeladen? Hmmm… also nicht direkt. So ähnlich. Nur so ein kleines bisschen hatte ich erwähnt, dass es doch TOTAL schade wäre, wenn auch nur eine Kirsche zuviel auf dem Baume vergammeln oder Opfer der Stare werden würde… und nun bekomme ich die Quittung in Form einer weiteren nicht gerade kleinen Butte voller Sauerkirschen!!!

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Menno. Aber – es könnte einen ja schlechter treffen. Also schnell im Gehirn gekramt und in der Mittagspause zum Powershopping gedüst. Ein Fläschen muss her! Der Rest ist zu Hause vorrätig. Wofür? Für was Flüssiges (viel trinken ist ja wichtig, hihi)…

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Doch zunächst heißt es: Kräfte sammeln. Wochenende genießen. Ist schließlich schon das letzte Juli-Wochenende! So schleudern wir am Samstag in die City, geben etwas Geld im Kulturtempel unseres Vertrauens aus und wollen die Beute anschließend bei einem Käffchen begutachten. Auf ins „Quchnia“! Auf dem Weg dorthin passieren wir das frisch umgebaute Automobil-Forum. Nanü? Früher standen hier schöne alte Bentleys im Schaufenster… aber jetzt locken Tische und Stühle in rustikal-modernem Ambiente ins „Brotzeit“ zu einer solchen.

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Wir lassen det „Quchnia“ „Quchnia“ sein und müssen testen, wie es sich hier so sitzt und wie der Kaffee schmeckt. Er schmeckt! Erst denke ich noch, na geht ja mit dem Preis – aber als ich nicht die Größe, sondern eher die Kleinheit der Kaffeetasse sehe, rückt sich das wieder zurecht. Preiswert ist anders. Allerdings teilen wir uns ein wunderbares „Von der Wiese“-Dinkelbrot mit Basilikumcreme, getrockneten Tomaten, Büffelmozarella und Rucola. Es mundet vorzüglich. Laut Info-Täfelchen, -Kärtchen und -Aufstellerchen werden (Bio-) Produkte aus unmittelbarer Nähe der Großstadt verwendet, und tatsächlich finde ich einen Gruß (fast) von zu Hause.

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Fazit: Durchaus mal wieder hierher und auch noch andere Stullen (z. B. das „Fühl dich gut“-Karottenbrot mit Leinöl-Kräuterpesto, Birne, gratiniertem Ziegenkäse und Walnüssen) probieren – oder den Kuchen. Die Auswahl ist übersichtlich, sieht aber gut aus – vor allem die Streusel locken. Aber nüschte – wir haben Kirschbrownies zu Hause…

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Der Sonntag beginnt mit Aufstehen gegen 10 Uhr, denn wir haben erst 1:30 Uhr das Licht ausgedreht. Ein sehr, sehr schöner Abend mit interessanten Bildern aus und Infos zu Sri Lanka, leckerem landestypischen Essen (Auberginensalat mit Chili! Dhal mit Kokosmilch! Ananas-Kokoswasser-Minze-Smoothie! – HMMM!!!), genügend Rotwein, guter Laune und viel Spaß mit Freunden liegt hinter uns. Den Gastgebern an dieser Stelle ein dickes Dankeschön!!!

Allerdings hängen wir nun ziemlich rum, wollen eigentlich radeln, aber die Couch lockt und wir sind seeeehr knülle und unentschlossen, zumal die Birke vorm Balkon ihre Zweige unentwegt hin- und herschmeißt, sprich: Es ist ordentlich windig. Grübel. Schließlich werfen wir uns doch in die Radler-Kluft und in die Sättel und drehen eine Runde durch das Spreetal. Das Motto „Gegen den Wind“ bleibt die ganze Tour über aktuell, und wir sind eigentlich ziemlich froh, als der Fahrradkeller, die Badewanne und der Kaffeetisch in Sichtweite rücken.

Jetzt gibt es aber wirklich kein Zurück mehr, oder doch: Das Zurück zu den Kirschen!

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GIN-KIRSCHEN

1 kg Sauerkirschen

1 Vanilleschote

1 Zimtstange

300 g Zucker (Kandis und normaler Zucker gemischt oder eben nach Vorliebe)

900 ml Gin (ich habe welchen mit 47% Vol verwendet)

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Tjo. Ist alles ganz einfach. Die Kirschen natürlich waschen (und vorher GUT verlesen; sind sie erstmal reif wie die, die ich hatte, gammeln sie schnell vor sich hin und lassen sich einen Bart stehen…). In ein großes Glas füllen oder auf zwei kleinere Gläser aufteilen. Vanilleschote und Zimtstange (nehmt ihr zwei Gläser, dann je halbieren und auf die zwei Gläser aufteilen) zugeben. Zucker einfüllen und dann den Gin vorsichtig aufgießen.

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Möglichst dunkel lagern und etwas Geduld aufbringen, denn das Obst muss natürlich nun erstmal Zeit bekommen, die wertvollen Vitamine an den Gin abzugeben, damit auch der zum gesunden Lebensmittel wird. Allerspätester Anstich: Advent. Ihr werdet lachen – der kommt schneller als vermutet! Und  bis dahin: Vooorfreude, schööönste Freude…

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5 Kommentare zu “Keuch: Noch mehr Kirschen!

  1. So werden also neue Cafés entdeckt! Und wie sah Sri Lanka auf den Bildern so aus? Wir sind uns nämlich noch nicht ganz schlüssig, wohin unser Urlaub im Herbst gehen soll…

    • Bergig, viel Grün, viel UNESCO-Weltkultur- bzw. Weltnaturerbe, freundliche Menschen, Buddha an fast jeder Straßenecke… aber an manchen Stellen auch schlimme Blutegelplage (iiieh). Die beiden waren mit „Hauser“-Reisen unterwegs & wie so oft voll zufrieden. Aber: Wolltet ihr denn nicht mal einen gepflegten Skandinavien-Urlaub machen???

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