Die Kirschen sind los

Und wie! Sie strahlen rot, röter, am rötesten. Sogar bei uns. In unserer Küche! Und zwar nicht, weil wir etwa plötzlich eine Kirschplantage auf dem Balkon hätten – schön wär’s, wäre er so groß, dass da eine Kirschplantage draufpasste – nee nee.

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(Immerhin passt auf den Balkon aber der von meinem lieben Reiseleiter – der im Sommer als Lieblingsgärtner fungiert – gezogene Blumenacker.)

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Die liebe Kollegin aus dem Neben-Büro leidet. Und zwar bei dem Gedanken daran, was in ihrem Garten an Starenfutter herangereift ist. Mengen. UNMENGEN! Eigentlich kann ich ja da gaaar nicht helfen. Überhaupt nicht. Aber weil ich eine Seele von Mensch bin, hab ich eine tolle Idee. Ich nehme ihr Kirschen ab. Und organisiere Icke als weitere Abnehmerin. So ein paar Kirschen natürlich bloß. Nur ein paar! Plötzlich sehe ich mich von einem 5-Liter-Eimer Sauerkirschen bedroht. Frau glaubt gar nicht, wieviel Kirschen in einen 5-Liter-Eimer reinpassen!

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Und wie klein die Gefrierfächer in der Kühl-Kombi sind. Und wie gering die Lust auf Kirschen entsteinen ist… also werden die Kullerchen geduscht und ordentlich abgetrocknet, vorgefrostet und wandern gleich mit Stein in die Kälte. Weg! Entsteint werden sie dann bei Bedarf, wenn sie etwas angetaut sind. (Klappt übrigens super.) Icke ist da fleißiger. 21.51 Uhr erreicht mich die Nachricht, dass sie immer noch wie wild am Entsteinen ist. Phhh.

Ich habe jedenfalls gleich ein paar Säuerlinge draußen gelassen. Sie dürften doch super zu einer ordentlichen Portion Schokolade passen. Was könnte ich denn da nur…

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KIRSCH-BROWNIES natürlich!

1 Pfund frische Sauerkirschen

100 g Quittengelee

200 g Schokolade (möglichst bittere, am wichtigsten aber natürlich: welche, die euch schmeckt!)

125 g (Veggie-) Butter

180 g Mehl

1 gestrichener Backpulver

180 g Zucker

2 Eier

50 g Soja-Vanille-Milch

1 Prise Salz

frisch geriebener Ingwer nach Geschmack

Die Auflaufform meines und Ickes Vertrauens (20 x 30 cm groß) fetten und mit Mehl ausstäuben. Herd auf 175°C  vorheizen.

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Kirschen waschen, abtrocknen und entsteinen und mit dem Quittengelee verrühren. Schoki mit Butter über Wasserbad schmelzen. (Schon an dieser Stelle frage ich mich jedes Mal, warum Brownies eigentlich gebacken werden müssen… hmmm.) Mehl, Backpulver und Salz mischen. In einer Schüssel Zucker und Eier schaumig rühren, die Butter-Schoko-Mischung und den geriebenen Ingwer unterrühren. Mehlmischung unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Form füllen. (Beim Auslecken der Rührschüssel frage ich mich erneut, warum Brownies gebacken werden müssen. Der Teig schmeckt SO gut!)

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Die Kirschen auf dem Teig verteilen und ab in den Herd. So ca. 40 Minuten backen oder bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchen oder an der zweckentfremdeten Stricknadel haften bleibt. Herausnehmen und auskühlen lassen. Wie immer noch abends den Rand verkosten. Am nächsten Tag im Büro den letzten Arbeitstag der Woche angemessen mit diesen Leckerlis einläuten und damit die Kollegen beglücken. Frau hofft jedenfalls, dass es so ist! Beschwerden gab es keine…

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Aber aufpassen: nicht alle Brownies mitnehmen – sonst könnte es passieren, dass der Wochenendkuchen futsch ist, bevor das Wochenende überhaupt begonnen hat. Zuerst also die eigenen Vorräte sichern, erst dann großzügig abgeben.

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