Vom Eise befreit… (1)

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OSTERN! Der Inbegriff von Frühling. Endlich ist es soweit: Ein langes Wochenende mit noch viel längerer Vorfreude hierauf. Und auf eine Unternehmung, die wir auch schon im vorigen Jahr ‚durchgezogen‘ haben: Osterspaziergang! Und zwar in vier Etappen durch die schöne Uckermark. Banges Verfolgen der Wetterprognosen seit drei Wochen.

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Soll das Thermometer zunächst sogar bis zu 20 °C anzeigen, wird ein wenig später alles grau in grau und seeehr regnerisch vorhergesagt. Schließlich legen sich die Wetterfrösche auf „schön, aber kalt“ fest. Und so kommt es auch! Wir können damit prima leben, fahren am Karfreitag mit der Bimmelbahn erst bis Eberswalde und dann weiter bis Golzow und nehmen von hier aus die ersten Kilometer unter die Sohlen.

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Gleich hinter Golzow die ersten Kraniche! Es geht Richtung Althüttendorf und Grimnitzsee. Unterwegs überrascht uns der erste und einzige Graupelschauer unserer Tour. So schnell wie er begonnen hat, ist er aber auch vorüber. Und schon können wir uns wieder dem Spähen nach Kranichen in der Ferne und buntem Blühen vor unserer Nase widmen.

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In Joachimsthal, einem gemütlichen kleinen Städtchen, haben wir uns für eine Nacht in der „Fahrradpension Joachimsthal“ eingemietet. Das Zimmer ist wunderbar geräumig und liegt hofseits, so dass wir vom Straßenverkehr nichts mitbekommen. Besonders toll ist allerdings, dass es nur einen Katzensprung auf die andere Straßenseite braucht, um im „Eiscafé und Bistro Schmalfeld“ sehr nett bedient zu werden und herrlich heißen Kaffee, Bienenstich und Johannisbeer-Baiser zu genießen.

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Da kann das Restaurant „Hotel Wenzelhof“ abends nicht mithalten. Im Gastraum mieft es nach dem, was die Speisekarte verspricht: Langweilerküche mit groooßer  Angst vor fleischfreien Gerichten. Das eine (!) Veggie-Gericht – Gemüseauflauf – präsentiert sich wie erwartet: in Sahne und Käse ersäuft. Nicht ärgern, sondern auf den nächsten Tag freuen! Da steuern wir von Joachimsthal aus in Richtung Angermünde.

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Wir wandern erneut den Grimnitzsee entlang und durch Althüttendorf, betreten dann aber „Neuland“, indem wir Groß-Ziethen, Klein-Ziethen und Schmargendorf passieren. Unterwegs teilweise sehr schlammige Wege; entsprechend sehen meine schönen neuen Schuhe aus. Während das nur eine ästhetische Sorge ist, hat die Reiseleitung ein ganz anderes Problem: die Sohle des rechten Schuhes beginnt auf Höhe des Absatzes zu brechen. Sieht wenig verheißungsvoll aus.

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Was hingegen gut aussieht, ist der Himmel über Brandenburg, und was sich doppelt gut anfühlt, ist die Ruhe, die wir genießen. Denn offenbar haben wir uns weit genug vom Ballungszentrum entfernt: Wege, aber auch Orte, wirken wie ausgestorben… wir begegnen kaum einer Menschenseele.

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In Angermünde angekommen, ändert sich das natürlich. Wir bringen zunächst das Gepäck in das „Flair Hotel Weiss“ und lenken anschließend die Schritte zielstrebig zum Markt. Denn hier befindet sich eine so was von sichere Bank in Sachen Kaffeepause: Das „Café Schmidt“.

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Selbiges bietet uns regelmäßig am Neujahrstag eine nachmittägliche Heimstatt und enttäuscht auch am Ostersamstag nicht! 2 x Kaffee pro Nase muss geordert werden, bis wir uns einigermaßen aufgewärmt haben. Denn trotz Sonne und des blauen Himmels ist es wie vorhergesagt: kalt und vor allem windig.

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Gut gestärkt nehmen wir eine unverhoffte, aber wichtige Aktion in Angriff. An einem Samstag in Angermünde gegen 17 Uhr noch (Wander-) Schuhe kaufen zu wollen: ein kühner Plan! Aber die Umsetzung gelingt im „Uckermark-Center“. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Hatte mich schon keuchend mit meinem schuhlosen Reiseleiter huckepack gesehen oder noch schlimmer: uns auf verfrühter Heimreise. Aber nun ist alles gut; wir schlendern in der Abendsonne am Mündesee und durch die Stadt und beschließen den Tag mit einem guten  Abendessen im Restaurant “ Zum Hungerstein“.

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4 Kommentare zu “Vom Eise befreit… (1)

  1. Wunderbar, man bekommt Lust auf’s Mitwandern! Besonders interessantes Foto ist das überm Ortsausgang Schmargendorf: sooo schön stimmungsvoll. Aber auch die Detailfotos von Tür und Klinke.

  2. Gratulation auch zu den neuen Wanderschuhen des Herrn Gemahl, so praktisch und auch noch so preiswert. Mögen ihre Sohlen niemals brechen 😉

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