Blaubeeren, mal sportlich

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Die gewissen Feiertage haben wir ja noch im Hohen Norden und in trauter Zweisamkeit verbracht. Aber damit ist jetzt Schluss: schon aus knapp 1790 km Luftlinien-Entfernung haben wir ‚Nägel mit Köppe‘ gemacht, dem europäische Festland Terminvorschläge unterbreitet, tatsächlich auch einen Termin gefunden und schließlich gemeinsam einen tollen Abend verbracht. Leider war die Feiergesellschaft aus verschiedenen Gründen etwas kleiner als ursprünglich geplant… aber beim nächsten Mal sind wir bestimmt wieder vollzählig!

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Auf jeden Fall habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um mal wieder eine – wie ich finde – schöne Kaffeetafel zu decken. Als Prunkstück darauf plane ich eine Tarte aus einem meiner absoluten Lieblings-Backbücher:

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„Anniks göttliche Kuchen“. Aus keinem Backbuch habe ich bislang mehr Rezepte ausprobiert!

Diesmal soll es die

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WEIßE SCHOKOTARTE MIT BLAUBEEREN

sein.

Teig:

100 g kalte Butter

70 g Puderzucker

1 Prise Salz

1 Ei

200 g Mehl

2 Essl. gemahlene Mandeln

zu einem Mürbeteig kneten und diesen, in Klarsichtfolie verpackt, 1 Stunde kühlen. Dann laut Backbuch eine 28 cm Tarteform damit auslegen und einen Rand formen. (Habe aber keine 28er Form. Ich nehme entweder meine 30er Tarteform mit Hebeboden oder einfach meine 26er Springform. Klappt beides, Form vorher fetten!) Die mit Teig ausgelegte Form für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Herd auf 175 °C vorheizen.

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Form aus dem Kühli nehmen und Backpapier auf den Teig drücken, Hülsenfrüchte zum Blindbacken darauf geben. Ab in den Herd, 16 Minuten backen, Backpapier mit Hülsenfrüchten entfernen und den Teig noch 2-3 Minuten weiter backen. Dann den Herd auf 140°C herunterschalten.

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Füllung:

300 g weiße Schokolade

500 g Creme fraiche

4 Eigelb

Weiße Schokolade zerbrechen, mit Creme fraiche in einer Schüssel über einem Wasserbad (oder im guten alten Milch-Pfeif-Topf!) schmelzen. (Ich habe übrigens einen Teil der Creme fraiche durch Schmant ersetzt.) Ist alles geschmolzen, die Schüssel vom Wasserbad nehmen und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Die Füllung auf den Tarteboden geben und die Tarte auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Die Füllung wackelt dann noch ein wenig und wird erst nach dem Abkühlen fest.

Ich hab die Tarte über Nacht auskühlen lassen und die sportlichen Blaubeeren erst am folgenden Tag in Angriff genommen.

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450 g frische oder tiefgekühlte Blaubeeren

1 Essl. Stärkemehl

80 g Zucker

etwas Zitronensaft

1 Prise Salz

TK-Blaubeeren müssen zunächst auftauen. Und zwar vollständig. VOLLSTÄNDIG!!! Und in einem Sieb abtropfen. Speisestärke und Zucker mischen und mit 130 ml Wasser, dem Zitronensaft und einer Prise Salz glatt rühren. Bei kleiner Hitze aufkochen, vom Herd nehmen. Dann die Blaubeeren unterrühren und den Belag auf der Tarte verteilen.Im Kühlschrank fest werden lassen.

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Und hier ist der Moment, in dem die Blaubeeren sportlich werden. Denn nicht alle Leute bringen die Geduld auf, z. B. Blaubeeren vollständig auftauen zu lassen. Mit dem Ergebnis, dass die Flüssigkeit, die eigentlich abtropfen soll, gemütlich im Tortenguss verschwindet. Mit dem Ergebnis, dass der Tortenguss nicht fest wird.

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Mit dem Ergebnis, dass die Blaubeeren sportlich werden und nach dem Anschneiden einen Crosslauf über die Tortenplatte starten.

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Wie man sieht, ist trotzdem ordentlich zugelangt worden. Lecker! Und auch die sportlichste Blaubeere wird mal müde; ist erstmal der ganze Tortenguss davon, bleiben sie träge auf der Füllung hocken. Und am Tag nach der Kaffeetafel sehen die letzen Stücke ganz manierlich aus.

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Und schmecken nochmals seeehr gut!

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2 Kommentare zu “Blaubeeren, mal sportlich

  1. Die sieht echt toll aus! Und wenn du das nächste Mal einfach sagst, dass es eine Soße ist und nicht, dass ich gesagt habe, dass du sagen sollst, dass es eine Soße ist, dann glauben das deine Gäste auch. Oder du machst absichtlich eine Soße und die wird dann erst auf die Stücke gegossen, die auf die Teller verteil sind. Kann mir super vorstellen, wie lecker die geschmeckt hat… Mmmhhh…

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