Den blå byen

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Spürst du, dass das Haus atmet?

Spürst du, dass das Haus atmet?

Die blaue Stadt. Dass Sortland als blaue Stadt durchgeht, war uns bis gestern nicht bewusst. Blau – das liegt nicht daran, dass hier womöglich besonders viele betüdelte Nordländer durch die Straßen tänzeln – neiiin: im Jahre 1999 wurde eine private Initiative ins Leben gerufen (gefördert von dem Künstler Bjørn Elvenes), aufgrund derer so viele Häuser wie möglich in allen Schattierungen von Blau gestrichen werden sollten. Offenbar sind allerhand Leute dieser Initiative gefolgt, denn es gibt auffallend zahlreiche blaue Gebäude vor Ort. Sinn des Ganzen war, die Stadt netter zu gestalten, lebenswerter zu machen, zusammenzurücken.

Es gibt das ganze Jahr Mitternachtssonne; du musst nur gut genug nachschauen.

Es gibt das ganze Jahr Mitternachtssonne; du musst nur gut genug nachschauen.

Durch Zufall entdeckten wir einen Text an einer Hauswand und dann noch einen… in der Herberge habe ich recherchiert: Diese „Skrift på blå bunn“ ist entstanden durch das Zusammenwirken junger Leute, die auf den Vesterålen leben, mit dem Schriftsteller Lars Saabye Christensen.

In einem Winkel der Stadt lebt die Stille; um die Stille zu erreichen, musst du diesen Winkel finden.

In einem Winkel der Stadt lebt die Stille; um die Stille zu erreichen, musst du diesen Winkel finden.

Das ist fast ein alter Bekannter, denn im heimischen Bücherregal lungert neben seinem „Alleinunterhalter“ auch „Yesterday“.

Ansonsten ist Sortland ein praktisches Städtchen mit ca. 4500 Einwohnern und zahlreichen Shoppingmöglichkeiten. Nicht ganz so schön gelegen wie Svolvær, aber immerhin mit einer „Kulturfabrik“ ausgestattet, in der u. a. Musikunterricht und Sprachkurse für Einwanderer erteilt werden (durch die Fenster erspäht). UND: hier gibt es die ersten Tortenkeile des Urlaubs, und zwar im “ Ekspedisjonen Blåbrygga“ – wie der Name schon erahnen lässt, in einem blauen Haus am Hafen.

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Wir leisten uns New-York-Cheesecake und Espresso-Torte; der Kuchen schmeckt phantastisch und sättigt enorm, so dass später erspähtes Hüftgold im Café der Kulturfabrik keine Chance mehr hat.

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Hochzufrieden düsen wir zurück Richtung Gisløy. Langsam wird die Blaue Stadt zur Abendgoldstadt.

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Und als wir Sortland hinter uns gelassen haben, tauchen wir wieder in das in den letzten Wochen so vertraut gewordene Dämmerungsrosa ein.

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„Leg den Brief in den blauen Wind; kleb eine Briefmarke in einen Winkel aus Licht – dein Gruß: in alle Himmelsrichtungen.“

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